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Trockenheit belastet Saar-Landwirtschaft

Landwirte besorgt : Trockenheit belastet Saar-Landwirtschaft

Das anhaltend trockene Wetter belastet zunehmend die Landwirtschaft im Saarland.

Die Landwirtschaft im Saarland leidet unter der aktuellen Trockenheit. „Das kann ein großes Problem werden“, sagte Franz-Josef Eberl, Präsident der Landwirtschaftskammer für das Saarland, der Deutschen Presse-Agentur. Zu den fünf Wochen ohne Regen komme ein trockener Ostwind mit ganz geringer Luftfeuchtigkeit erschwerend hinzu.

Die Böden seien relativ tief ausgetrocknet. Dies sorge dafür, dass vor allem in den schwereren Böden die Saaten nicht gut keimen und damit auch nicht wachsen könnten.

Ein weiteres Problem sei, dass der Dünger noch vielfach oben auf der Fläche liege und daher nicht wirken könne. „Wir brauchen immer ein bisschen Regen, damit er in die oberen fünf Zentimeter eindringt und damit pflanzenverfügbar ist“, so Eberl.

Schon jetzt sei beim Raps deutlich erkennbar, welche Auswirkungen die aktuelle Trockenheit habe: Er blühe zwar, sei aber von seinem vegetativen Wachstum nicht ganz ausgereizt. Er verfüge nur über kleine, wenig verzweigte dünne Triebe und gehe schon ins generative Wachstum mit Samenbildung über. „Damit ist schon klar, dass es weniger Ertrag gibt“, so der Landwirt. Sollte die Trockenheit weiter so anhalten, werde dies auch beim Getreide drohen. Die Wintergerste habe bereits nur wenig ährentragende Halme.

Anders als auf den Gemüseflächen in Rheinland-Pfalz sei in den größten Teilen vom Saarland eine Beregnung nicht möglich beziehungsweise wirtschaftlich nicht sinnvoll. Eberl: „Wir können nur hoffen, warten und beten, dass es regnet.“

Der Deutsche Wetterdienst hat derzeit die zweithöchste von fünf Stufen beim Graslandfeuerindex ausgegeben, der die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände angibt. Regen sei in den nächsten Tagen noch nicht zu erwarten.