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„The Wind cries Mary“ neues Album von Claus Boesser-Ferrari

CD-Tipp: „The Wind cries Mary“ von Claus Boesser-Ferrari : Eine Hommage an Jimi Hendrix

Claus Boesser-Ferrari dekonstruiert auf seinem Album „The Wind cries Mary“ Hendrix-Songs.

Ein Auftritt von Jimi Hendrix anno 1967 im TV-Klassiker Beat-Club wurde für Claus Boesser-Ferrari zum Schlüsselerlebnis. Von nun an bestimmte Hendrix die Koordinaten der künstlerischen Entwicklung des Gitarristen, der heute längst internationale Reputation genießt. Unter dem Titel „The Wind cries Mary“ (Acoustic Music Records) widmet Boesser-Ferrari nach „gefühlten hundert Jahren“, wie er im Booklet schreibt, Hendrix erstmals ein ganzes Album. Kein „Tribute to...“, sondern ein „biografischer Blick auf zentrale Stationen meiner eigenen (nicht nur musikalischen) Subjektwerdung“ soll es sein, und das ist dem stilprägenden Freigeist und Experimentator zwischen Folk, Blues und Jazz gelungen.

Wenn Boesser-Ferrari mit verschiedensten Akustik-Gitarren hier die Hendrix-Songs dekonstruiert, reduziert und verfremdet, dann kommt ein echter Boesser-Ferrari dabei heraus: Jeder einzelne Ton, jedes Geräusch wie Knüffe auf den Korpus oder das Knarzen der Saiten wird zum Ereignis; jeder in den weiten Nachhallraum sich ergießende Akkord schwillt zum Erdbeben an. Das ist Boesser-Ferraris ureigenes Klang-Universum und lässt einen entzückt staunen – ein Muss für Saiten-Fans.