Tarifreform soll Meisterstück für Rehlinger werden

Kommentar : Rehlingers große Pläne

Wirtschafts- und Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) steckt viel Herzblut in die Tarifreform des öffentlichen Nahverkehrs. Sie soll offenbar das Meisterstück der stellvertretenden Ministerpräsidentin werden.

Dafür hat sie im Kabinett Millionen erkämpft und jetzt wohl die Landräte und Bürgermeister auf ihre Seite gezogen. Jetzt fehlen nur noch die Verkehrsunternehmen. Harte Verhandlungen stehen bevor. Doch es scheint zunehmend sicher, dass die Reform endlich umgesetzt wird und wirklich zum 1. Januar 2021 kommt. Viele Bürger werden vom weitgehenden Bruch mit dem bisherigen komplizierten, ungerechten und teuren Tarifsystem profitieren. Sie werden es im Geldbeutel spüren. Und der ÖPNV wird deutlich attraktiver, so dass mancher das Auto doch stehen lässt. Zweifellos wäre der Start der Reform auch ein großer persönlicher Erfolg für Rehlinger. Die nächste Landtagswahl steht 2022 bevor. In einem Wahlkampf mit dem Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) würde es sich gut machen, gegenüber den Bürgern mit einer gelungenen Reform des ÖPNV punkten zu können.