Tarifabschluss bei Ludwig-Schokolade in Saarlouis

Kostenpflichtiger Inhalt: Ludwig-Schokolade in Saarlouis : Knapp 1000 Mitarbeiter bekommen ab 1. September mehr Geld

Tarifabschluss bei Ludwig-Schokolade in Saarlouis: Darauf haben sich Geschäftsführung und Vertreter der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) geeinigt.

Eine einzige, siebenstündige Verhandlungsunde haben die Tarifparteien gebraucht, um sich auf einen Abschluss für die knapp 1000 Beschäftigten bei Ludwig-Schokolade in Saarlouis zu einigen. Der Vertrag von Geschäftsführung und Gewerkschaft soll zum 1. September in Kraft treten. Das hat Mark Baumeister, Saar-Chef der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), auf SZ-Anfrage mitgeteilt.

Demnach erhalten die Beschäftigten rückwirkend zum 1. August drei Prozent mehr Geld. Weitere 2,4 Prozent gibt es ein Jahr später. Zusätzlich kommt eine Erholungsbeihilfe von 50 Euro hinzu. Das teilte die Gewerkschaft der Belegschaft mit.

Außerdem vereinbarten beide Verhandlungsseiten einen sogenannten Belastungsausgleich von 20 Prozent ab der 43. Wochenstunde sowie 25 Prozent bereits ab der 47. Stunde. Gleichzeitig wird das Überstundenkonto gedeckelt. So dürfen maximal 152 Stunden auflaufen. Bereits ab der 114. Stunde kann die Belegschaft zwischen Ausbezahlung und Freizeitausgleich wählen. Ab 152 Stunden gibt es ausschließlich Geld. Betriebsrat und Arbeitgeber sollen demnächst darüber verhandeln, was mit aktuellen Arbeitszeitkonten geschieht, die bereits über dem Maximum liegen. Die Vereinbarung über reduzierte Arbeitszeitkonten gilt ab 2020.

Und auch die Auszubildenden profitieren nach Angaben des Gewerkschafters von dem neuen Tarif. So steigt deren Vergütung um bis zu 14,29 Prozent im ersten Jahr. Des Weiteren verpflichtet sich Ludwig-Schokolade, den Nachwuchs anschließend zwölf Monate in ihrem Beruf zu übernehmen. Nach acht Monaten soll mit den Kollegen gesprochen werden, ob sie auch danach bleiben können. Das soll die Planungssicherheit erhöhen.

NGG-Geschäftsführer Baumeister spricht bei dem Vertragswerk von einem „guten Tarifabschluss“.

Mehr von Saarbrücker Zeitung