Studie im Auftrag des Verbands der Saarhütten Verband fordert mehr Unterstützung für die saarländische Stahlindustrie

Saarbrücken · Die saarländische Stahlindustrie steht zurzeit vor mehreren Problemen. Neben der Transformation hin zu einer CO2-neutralen Stahlproduktion gehören die Digitalisierung und die Folgen der Corona-Krise dazu.

Studie zeigt Systemrelevanz der Stahlindustrie im Saarland
Foto: dpa/Becker & Bredel

Damit die saarländische Stahlindustrie eine Zukunft habe, müsse die Politik die erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen, fordert der Verband der Saarhütten (VDS). Laut einer vom VDS in Auftrag gegebenen Studie des Marktforschungsinstituts Isoplan gehört dazu vor allem die Anerkennung der Stahlindustrie als systemrelevant für Deutschland und Europa. Sie sei das „wichtigste Standbein für den Wohlstand des Saarlandes“, heißt es. „Ein Verzicht Deutschlands auf eine eigene Stahlproduktion würde eine vollständige Abhängigkeit von ausländischen Märkten bedeuten“, sagt Albert Hettrich, Präsident des VDS. „Das wäre ein erhebliches Risiko für unsere gesamte Wirtschaft.“ Die saarländischen Stahlunternehmen (Dillinger Hütte, Saarstahl, Stahl-Holding Saar und Stahlwerke Bous) und ihre Tochtergesellschaften beschäftigten 2018 weltweit rund 14 600 Mitarbeiter – fast 11 700 davon im Saarland. Rund 15 Prozent des deutschen Stahls wird im Saarland hergestellt.

Der Verband der Saarhütten (VDS) ist der Zusammenschluss von Unternehmen der Stahlindustrie im Saarland sowie der Buderus Edelstahl GmbH in Hessen und der Badische Stahlwerke GmbH in Baden-Württemberg.

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