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Saarland: Gehälter unter Durchschnitt in Westdeutschland

Kostenpflichtiger Inhalt: Rangliste der Gehälter in Deutschland : Das verdienen Saarländer im Vergleich zum Rest von Deutschland

Saarländische Vollzeitbeschäftigte verdienen durchschnittlich weniger als die arbeitende Bevölkerung im Rest von Westdeutschland. Nur in zwei Kreisen im Saarland liegen die Gehälter über dem Bundesschnitt. Die Topverdiener arbeiten in den „Autostädten“ der Republik, am wenigsten verdienen die Menschen in Ostdeutschland.

Die Verdienste der Arbeitnehmer in Deutschland unterscheiden sich von Region zu Region erheblich. Die 60 Landkreise und Städte mit den bundesweit niedrigsten Verdiensten liegen in Ostdeutschland. Im vergangenen Jahr verdienten Vollzeitbeschäftigte im sächsischen Landkreis Görlitz am wenigsten, nämlich 2272 Euro brutto im Mittel. Das zeigen aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit. Der mittlere Wert bedeutet, dass die eine Hälfte der Beschäftigen darüber liegt, die andere darunter. Die Topverdiener arbeiten in Ingolstadt und Wolfsburg. Sie verdienen 4897 Euro beziehungsweise 4893 Euro brutto im Mittel.

An der Spitze der Länderstatistik steht Hamburg (3718 Euro), am Ende Mecklenburg-Vorpommern (2496 Euro). Das Saarland liegt mit 3392 Euro auf Platz zehn im Mittelfeld. Saarländische Vollzeitbeschäftigte verdienen laut Bundesagentur im Mittel 2,7 Prozent mehr als bundesweit (3304 Euro), bleiben aber 1,2 Prozent unter dem Wert für Westdeutschland. Blickt man auf die Landkreise, kommen nur die Gehälter im Saarpfalz-Kreis (3553 Euro) und im Regionalverband Saarbrücken (3518 Euro) über den deutschlandweiten Mittelwert.

Foto: SZ/Müller, Astrid

Zu den Gründen für die Unterschiede gibt die Statistik keine Auskunft. Doch ein Bericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit verweist darauf, dass nahezu kein Großunternehmen seine Zentrale in Ostdeutschland habe. Auffällig ist, dass die Audi-Stadt Ingolstadt und die Volkswagen-Stadt Wolfsburg an der Spitze stehen.