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Saarbrücker Zoll: Schwarzarbeit verursachte Millionenschaden

Schwarzarbeit im Jahr 2020 : Saarbrücker Zoll: Schwarzarbeit verursachte Millionenschaden

Das Hauptzollamt Saarbrücken hat am Mittwoch Zahlen aus dem Jahr 2020 veröffentlicht.

Bei Kontrollen im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung hat der Zoll im Saarland und im südlichen Rheinland-Pfalz 2020 eine Schadenssumme von 12,6 Millionen Euro aufgedeckt. Insgesamt seien mehr als 1000 Arbeitgeber überprüft und gut 3800 Strafverfahren eingeleitet worden, teilte das Hauptzollamt Saarbrücken am Mittwoch mit. Im Fokus standen Prüfungen zur Einhaltung des Mindestlohns, Kurierdienste, das Baugewerbe sowie die Abfall-, Fleisch- und Landwirtschaft.

Im vergangenen Jahr seien insgesamt mehr als 42 Jahre Freiheitsstrafen verhängt worden, hieß es weiter. Als Beispiel nannte der Zoll einen 55-Jährigen, der vom Landgericht Kaiserslautern wegen Schwarzarbeit zu drei Jahren und zehn Monaten verurteilt wurde: Der Geschäftsführer einer Firma habe bei Hoch- und Rohbauarbeiten seine sozialversicherungs- und steuerrechtlichen Pflichten nicht erfüllt und einen Schaden von fast 2,8 Millionen Euro verursacht.

Die Zahl der in 2020 eingeleiteten Bußgeldverfahren belief sich demnach auf knapp 750. Es wurden Bußgelder in Höhe von 1,2 Millionen Euro festgesetzt, wie der Zoll mitteilte. Das Hauptzollamt Saarbrücken ist im Saarland und im südlichen Rheinland-Pfalz für Kontrollen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und der illegalen Beschäftigung zuständig.

(dpa)