Saarbahn-Chef wird für Androhung von Stellenabbau kritisiert

Kritik nach Tarifabschluss im ÖPNV : SPD und Verdi kritisieren Saarbahn-Chef

Die Stadtratsfraktion der SPD Saarbrücken und die Gewerkschaft Verdi kritisieren den Saarbahn-Geschäftsführer Peter Edlinger. Dieser hatte gegenüber der Saarbrücker Zeitung geäußert, mit dem Tarifabschluss im ÖPNV könne Personalabbau nicht ausgeschlossen werden.

„Es kann nicht sein, dass bei einer städtischen Gesellschaft als Folge von Tariferhöhungen mit Personalabbau gedroht werde“, sagt die personalpolitische Sprecherin der SPD Esther Rippel. Natürlich schlage die Tariferhöhung im Wirtschaftsplan der Gesellschaft ein, wie diese aber gedeckt werde, müsse die Gesellschaft unter Einbeziehung des Aufsichtsrates in Ruhe beraten und nicht vorschnell drastische Maßnahmen in der Presse ankündigen. Das führe nur zur Verunsicherung bei der Belegschaft, so Rippel.

Auch Verdi-Verhandlungsführer Christian Umlauf sieht Edlingers Aussage kritisch: „Äußerungen, dass durch den Tarifabschluss im Nahverkehr jetzt nichts sprichwörtlich mehr ginge und gegebenenfalls auch Personal abgebaut werden müsste, sind hochgradig verstörend und tatsachenverdrehend.“

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