Ansiedlungspolitik im Saarland Barke (SPD): Saarland in Ansiedlungen gut unterwegs

Saarbrücken · Der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) verwies in der jüngsten Landtagsdebatte auf zahlreiche Ansiedlungsprojekte in jüngster Zeit, die das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GW Saar) auf den Weg gebracht habe.

Saar-Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD)

Saar-Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD)

Foto: Oliver Dietze/Oliver Dietze;GMLR

Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) hat in der jüngsten Landtagssitzung die Ansiedlungspolitik der Landesregierung verteidigt. Alleine während der letzten drei Jahre habe das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der landeseigenen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar (GW Saar) insgesamt 320 Ansiedlungsprojekte begleitet. Daraus seien unmittelbar 87 Ansiedlungen geworden. 75 Projekte davon seien an die jeweiligen Partner in der regionalen Wirtschaftsförderung vor Ort zur Betreuung im Detail weitergegeben worden. 30 Projekte seien derzeit noch in der Pipeline, sagte Barke.

Hinzu kämen noch weitere Unternehmen, die sich ohne die Mitwirkung der GW Saar Flächen vor Ort aussuchen. Zudem habe das Land im Verlauf der letzten beiden Jahre insgesamt 117 Errichtungen und Erweiterungen von Betrieben im Saarland mit einer Gesamtinvestitionssumme von 430 Millionen Euro gefördert. Die darin enthaltenen Fördermittel seien komplett an kleine und mittelständische Betriebe geflossen. „All das kann man als eine Erfolgsbilanz sehen“, erklärte der Wirtschaftsminister.

Aktuell begleite die Landesregierung darüber hinaus neun Gemeinden mit konkreten Konzepten für neue Industrie- und Gewerbegebiete. „Das machen wir zur Zeit in Tholey, Wadern, St. Ingbert, Bous, Lebach, Oberthal, St. Wendel, Freisen und Schmelz.“ Mit weiteren Bürgermeistern stehe man gegenwärtig im Dialog. Anträge von dort seien noch nicht spruchreif.

Ein Schwerpunkt der Ansiedlungsstrategie liege auch bei finanziellen Hilfen zur Erweiterung bestehender Flächen von Unternehmen. Barke verwies zudem ausdrücklich auf ein besonderes Engagement in den vergangenen Monaten, um auch dem Zulieferer Voit in St. Ingbert eine gesicherte Zukunft zu verschaffen. Der neue chinesische Eigentümer bringe Zukunftsprojekte an die Saar. Dadurch werde gleich an drei Standorten in Europa für den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Produktion neuer Produkte gesorgt. Letzteres sei besonders wichtig, da Voit als wichtiger Zulieferer auch jetzt schon stark abhängig von den Entwicklungen bei ZF ist. „Wir machen in der Ansiedlungspolitik und der Sicherung vorhandener Arbeitsplätze große Fortschritte“, bilanzierte der Wirtschaftsminister.

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