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Saar-Wirtschaft fordert einheitliche Corona-Linie bei Einschränkungen

Einschränkungen : Saar-Wirtschaft fordert einheitliche Corona-Linie

Vor dem Gespräch am Mittwoch zwischen Bund und Ländern über mögliche Lockerungen der Regeln werben Unternehmensverbände für größtmögliche Klarheit.

Im Vorfeld der Gespräche am Mittwoch zwischen Bund und Ländern zu möglichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen fordern die Saar-Unternehmensverbände feste und bundesweit einheitliche Regelungen. „Es muss klar sein, wann eine Lockerung kommt, und wie sie aussehen soll“, sagt Heino Klingen, Hauptgeschäftsführer der saarländischen Industrie- und Handelskammer (IHK). „Es darf nicht heißen, die dürfen öffnen und die nicht.“

Besonders in der Gastronomie und im Einzelhandel herrscht laut den Branchenvertretern große Unsicherheit. So müssten sich etwa Händler mit mehreren Niederlassungen in jedem Bundesland an andere Vorgaben halten, berichtet Fabian Schulz, Hauptgeschäftsführer des saarländischen Handelsverbands (HDE).

Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) unterstützt die Forderungen nach einheitlichen Regelungen. „Der Ausstieg aus dem weitgehenden Shutdown darf kein föderaler Wettlauf werden“, so die Ministerin. Sie warnt zudem davor, die Restriktionen überstürzt aufzuheben. „Wenn wir Beschränkungen vorschnell lockern, kostet das Menschenleben und hat möglicherweise einen erneuten Shutdown zur Folge“, fürchtet Rehlinger.

Die Corona-Epidemie zieht die Saar-Wirtschaft stark in Mitleidenschaft. So klagen laut dem Branchenverband ME Saar 90,5 Prozent der Metall- und Elektrounternehmen über Produktionseinschränkungen; bundesweit sind es 83 Prozent. Die Hälfte der saarländischen Firmen in der Branche bezeichnet die Probleme als „stark“ oder „sehr stark“ (Bund: 30,3 Prozent).

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Mittwochnachmittag mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten.