Saar-Einzelhandel setzt auf Endspurt im Weihnachtsgeschäft

Kostenpflichtiger Inhalt: Nach Einbußen durch Streik und Wetter : Saar-Geschäfte setzen auf Weihnachts-Endspurt

Trotz Streik und Wetter: Das Weihnachtsgeschäft im Saarland kann noch die Milliarden-Grenze knacken.

Die anhaltenden Streiks in Frankreich und tagelange Stürme im Dezember haben das Weihnachtsgeschäft der Einzelhändler im Saarland belastet. Die Geschäfte setzen aber darauf, dass der Endspurt die Bilanz in diesem Jahr noch verbessert. Am Ende rechnet Fabian Schulz, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Saarland, dass der Einzelhandel hierzulande besser abschneidet als im Dezember des letzten Jahres – wie im Bundestrend. Der Branchenverband HDE erwartet für Deutschland in den Monaten November und Dezember beim Gesamtumsatz ein Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erstmals würden die Umsätze im Weihnachtsgeschäft damit die 100 Milliarden Euro-Grenze übersteigen. Rund ein Prozent, also etwa eine Milliarde Euro, entfällt laut Schulz auf das Saarland. Der Online-Handel streicht laut HDE rund 15 Milliarden Euro ein.

Habe der Einzelhandel im Saarland in der ersten Dezember-Woche noch gute Umsätze erzielt, hätten sich in der Folgewoche die Streiks in Frankreich ausgewirkt, so Schulz, danach die wetterbedingte Absage von Weihnachtsmärkten.  Auch bundesweit sind die Einzelhändler noch nicht zufrieden mit den vergangenen Tagen – vor allem der Innenstadthandel hadert. In der Woche vor dem vierten Advent sei das Geschäft hinter den Erwartungen vieler Läden zurückgeblieben, teilte der HDE mit. Nun bereite sich der Handel aber auf einen großen Ansturm vor dem Fest vor. Immerhin bleiben noch anderthalb Tage.

„Das Weihnachtsgeschäft hat gefühlt erst vor einer Woche begonnen“, sagte Nicole Keller, Managerin des Neunkircher Saarpark-Centers, zur SZ. Es sei ein Trend der letzten drei Jahre, dass hier viele Käufer erst in den letzten zwei Wochen vor Jahresende kämen. Umsatzbringer seien Schmuck, Lebensmittel oder Confiserie. Textilien würden weniger nachgefragt, da viele Kunden den Schlussverkauf abwarteten.