Rücktritt von Jana Koehler zeigt: Wolfgang Wahlster ist beim DFKI schwer zu ersetzen

Kommentar zum Führungswechsel im DFKI : Wolfgang Wahlster hat große Fußstapfen hinterlassen

Das Saarland ist ein kleines Bundesland mit großen Zielen. Dazu gehört der digitale Aufbruch, den die Landesregierung predigt. Im digitalen Vorreiterland für alle spielt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz eine Schlüsselrolle.

Wer bisher DFKI sagte, meinte damit aber meist seinen charismatischen Geschäftsführer Wolfgang Wahlster. Er war Forscher und Manager in einem und sein Wechsel in den Ruhestand riss eine Lücke, die schwer zu füllen ist. Wie schwer, das zeigt der Rücktritt seiner Nachfolgerin nach nur einem dreiviertel Jahr.

Wie auch immer man die offiziell genannte Begründung dafür interpretieren mag – über die Ursachen lange zu grübeln bringt nichts. Wenn das Saarland bei der Künstlichen Intelligenz, einer Schlüsseltechnologie im 21. Jahrhundert, den digitalen Aufbruch nicht verstolpern will, muss es beim DFKI mit Hochdruck vorangehen. Und zwar genau jetzt. Damit das auch in Zukunft so bleibt, sollte sich das Forschungszentrum allerdings auch einmal über eine neue Führungsstruktur Gedanken machen, zum Beispiel über ein mehrköpfiges Gremium.

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