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PSD Bank erwartet auch 2020 noch keine Zinswende

Bank-Bilanz : PSD Bank erwartet auch 2020 noch keine Zinswende

Die PSD Bank Rhein-Neckar-Saar erwartet auch 2020 keine Zinswende nach oben. Das sagten der seit Januar amtierende neue Vorstandschef Stefan Bender und sein Co-Vorstand Matthias Brändle auf der Bilanz-Pressekonferenz.

Trotz des Niedrigzinses ist es der Bank 2018 aber gelungen, bei leicht sinkender Kundenzahl den Jahresüberschuss um 13,8 Prozent auf 4,87 Millionen Euro zu steigern.

Dazu habe auch das neue Geschäftsfeld Wohnraumvermietung beigetragen. Laut PSD-Vorstand hat die Bank inzwischen 700 ältere Mietwohnungen angekauft und renoviert, um sie zu durchschnittlichen Preisen von acht bis zehn Euro pro Quadratmeter neu zu vermieten. Die meisten dieser Wohnungen gebe es in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – im Saarland habe die Bank noch keine, hieß es. 2020 will die Bank nun auch ins Immobiliengeschäft einsteigen.

Aktuell hat die PSD-Bank 105 000 Kunden, von denen rund die Hälfte auch Mitglieder der genossenschaftlich organisierten Bank sind. Sie können für bis zu 1000 Euro Geschäftsanteile an der Bank erwerben, die je nach Nutzung des Kontos mit 2,5 bis zehn Prozent verzinst werden.

Mit offenem Hemdkragen statt Nadelstreifenanzug präsentierte sich der Vorstand ungewöhnlich locker bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen. Er reagiere damit auf eine Umfrage auf dem PSD-Kundenportal im Internet, hieß es. „Die Kunden können demnach gut auf Krawattenzwang bei Bankern verzichten und wollen lieber Kontakte auf Augenhöhe“. Bei einer im Vorjahr um 2,9 Prozent auf 2,03 Milliarden Euro gestiegenen Bilanzsumme führte die PSD Bank ihre verbesserte Ertragssituation insbesondere auf ihr höheres Kreditgeschäft und die Stärkung des Provisionsgeschäftes zurück. Das Einlagengeschäft sank dagegen in Folge des schwachen Zinsumfeldes leicht. In Saarbrücken beschäftigt die Bank 38 Mitarbeiter.