China profitiert vom Weltpostvertrag Temu und Shein: Billigriesen nutzen Lücken im Kontrollsystem aus

Meinung | Saarbrücken · Die chinesischen Online-Versender Temu und Shein verärgern mit ihrer Wettbewerbsverzerrung die Händler in Deutschland. Das ist völlig nachvollziehbar, meint unser Autor und appelliert an die Doppelmoral mancher Kunden.

 Eine wahre Paketflut: Shein und Temu fliegen täglich bis zu 5000 Tonnen Waren aus. Das sind mehr als 100 Frachter vom Typ Boeing 777. Nur so können sie die kurzen Lieferzeiten einhalten.

Eine wahre Paketflut: Shein und Temu fliegen täglich bis zu 5000 Tonnen Waren aus. Das sind mehr als 100 Frachter vom Typ Boeing 777. Nur so können sie die kurzen Lieferzeiten einhalten.

Foto: dpa-tmn/Rainer Jensen

Der chinesische Online-Versender Temu schaffte es mit seinen Billig-Produkten innerhalb von wenigen Monaten auf Platz vier der meistbesuchten Online-Marktplätze – hinter Amazon, Ebay und Otto. Das Unternehmen flutet die Werbewelt des Internets mit Anzeigen. Jeder vierte Deutsche soll schon dort eingekauft haben. Wer sich die Temu-App auf sein Smartphone lädt, erhält Waren (fast) kostenlos, wer am Gutschein-Glücksrad dreht, gehört stets zu den Gewinnern.