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Pendlerverkehr im Saarland geht 2020 wegen Corona-Maßnahmen zurück

Folge der Corona-Krise : Weniger Pendlerverkehr im Saarland

Die Bundesagentur für Arbeit beobachtet 2020 einen leichten Rückgang der Ein- und Auspendler. Als Hauptgrund vermutet die Behörde die umfangreichen Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie.

Die Zahl der Menschen, die beruflich aus dem Ausland oder einem anderen Bundesland ins Saarland pendeln, ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. 55 700 Menschen kamen 2020 zum Arbeiten ins Saarland, wie die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit mitteilt. Das seien 1700 oder 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr gewesen.

Mit 27 300 Pendlern kamen die meisten von ihnen aus Rheinland-Pfalz, gefolgt von 14 300 aus Frankreich, von denen wiederum 4200 die deutsche Staatsbürgerschaft besaßen. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 1500 oder 9,1 Prozent weniger Einpendler aus dem Nachbarland als im Vorjahr. Die Behörde geht davon aus, dass der Rückgang auf die Corona-Pandemie und die entsprechenden Eindämmungsmaßnahmen zurückzuführen ist.

Mit 29,9 Prozent oder 16 000 Menschen arbeitete der Löwenanteil der Einpendler in der Industrie. 7 900 Menschen waren im Handel tätig (14,2 Prozent). Dazu kommen 7500 Einpendler aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung und sonstiger Dienstleistungen (13,5 Prozent). 5500 Menschen oder 9,9 Prozent kamen zur Arbeit im saarländischen Gesundheits- und Sozialwesen.

Auch die Zahl der Auspendler, also sozialversicherungspflichtig Beschäftigter, die im Saarland leben, aber in einem anderen Bundesland arbeiten, ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Laut Regionaldirektion gehörten 34 000 Saarländer zu dieser Gruppe, 500 oder 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Behörde weist darauf hin, dass die Zahlen der Ein- und Auspendler nicht direkt vergleichbar sind, da in der Auspendlerstatistik keine Menschen erfasst werden, die im Ausland arbeiten.

Innerhalb Deutschlands waren 17 800 der Saarländer in Rheinland-Pfalz, 4000 in Baden-Württemberg, 3900 in Nordrhein-Westfalen und 3200 in Hessen tätig.

329 800 der im Saarland sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiteten und wohnten 2020 gleichzeitig hier. Dies entspricht einem Anteil von 85,5 Prozent (Vorjahr: 333 800 Menschen).