Pâté von Délisoeurs aus Homburg haben es bundesweit in die Feinkostläden geschafft

Kostenpflichtiger Inhalt: Délisoeurs aus Homburg : Appetit auf Feinkost aus dem Saarland

Die Pasteten von Délisoeurs aus Homburg haben es innerhalb von zwei Jahren bundesweit in die Feinkostläden geschafft.

Mit ihren selbst gemachten Pasteten mischen zwei Schwestern aus dem Saarland die deutsche Feinschmecker-Szene auf. Auch international wollen sie mit ihren Pâté-Kreationen durchstarten. Dass sie in so kurzer Zeit einen so großen Erfolg haben würden, hätten sich Annette Jacob und Ulrike Roth wohl selbst nicht träumen lassen. Erst seit Januar 2018 sind sie am Markt. Ihre selbst entwickelten und selbst hergestellten Pâté aus Homburg-Erbach gibt es ganzjährig unter dem Namen „Délisoeurs“ in sieben Sorten zu kaufen. Hinzu kommen weitere fünf saisonale Sorten. Die Pâté aus dem Saarland wird inzwischen sogar von Feinkost-Händlern aus der ersten Liga wie etwa Käfer in München, Böhm in Stuttgart oder auch Ahrend in Hamburg gelistet.

Wie schafft man einen solch großen Erfolg in so kurzer Zeit? Annette Jacob beschreibt es mit Leidenschaft für die Idee und die Produkte. Die besten Ideen, so verraten die Schwestern, kommen ihnen meist spontan, wenn sie sich zusammensetzen und philosophieren über Zutaten, Zusammenstellungen und Rezepte. Und dann auch eben mal ausprobieren, ob aus der Idee ein Trend, ein Renner werden könnte. „Man muss es einfach probieren. Geschmacklich sind wir selten konträr unterwegs, höchstens in Nuancen“, sagt Ulrike Roth. Vieles wird auch wieder verworfen, das Beste geht dann an den Start.

Hinter der Pâté-Produktion mit dem Namen Délisoeurs in Homburg stecken die beiden Schwestern Annette Jacob und Ulrike Roth. Sie schnibbeln und kreieren nach wie vor selbst. Foto: Patrick Brill

Zumal nicht nur die Idee zählt, sondern auch die Zutaten. Die besorgen die Schwestern selbst. Sie setzen auf regionale Zutaten, die dann natürlich auch in entsprechenden Größenordnungen zur Verfügung stehen müssen. Ihr Fleisch zur Herstellung beziehen die Unternehmerinnen aus Deutschland. „Von der Idee für ein neues Produkt bis zum Verkauf am Markt dauert es ein halbes Jahr“, sagt Annette Jacob. Doch selbst, wenn beide von einer Idee überzeugt sind, reicht ihnen das noch nicht. Es folgen noch zahlreiche Tests, wie die Kreationen zum Beispiel bei Freunden und Bekannten ankommen. „Wir machen nichts unter Zeitdruck. Alles muss passen“, sagt Annette Jacob. Die Schwestern kommen aus einer traditionellen Metzger-Familie. Bevor sie sich für die Idee von Délisoeurs begeistert hat, arbeitete Annette Jacob allerdings fast 20 Jahre in der IT-Branche. Dann wollte sie mit Leidenschaft beruflich noch einmal etwas völlig Neues ausprobieren.

Die Schwestern überlassen nichts dem Zufall. Auch bei Feinkost Käfer in München haben sie sich mit ihrem Projekt und Proben aus ihrem Sortiment selbst vorgestellt. Schon nach drei Tagen war der Deal perfekt. „Wenn man jemanden wie Feinkost Käfer überzeugen kann, dann muss man sich auch selbst darüber im Klaren werden, dass man mit seinen Produkten plötzlich in der ersten Liga mitspielt“, sagt Annette Jacob. Inzwischen kooperieren die beiden Gourmet-Schwestern auch mit den Culinary Ladies, einem bundesweiten Zusammenschluss von Sterne-Köchinnen, Winzerinnen, Sommelièren, Bäckerinnen, Metzgerinnen und Autoren, die sich gemeinsam darum kümmern, Kulinarik in all ihren Facetten voranzubringen.

Im Saarland sind die Kreationen von Délisoeurs inzwischen bei Globus, Edeka, in zahlreichen Metzgereien und an vielen Adressen im Saarpfalz-Kreis zu bekommen. Zudem betreiben die Schwestern einen Online-Shop. Einen Vorteil ihrer Produkte sieht Annette Jacob auch darin, dass sie im Glas verkauft werden. Die Geschäfte müssen also nicht über besondere Kühl-Einrichtungen verfügen. Die Unternehmerinnen streben für ihre Produkte noch weitere Kunden und Märkte an, betreiben den Ausbau aber behutsam, denn sie müssen ja auch jederzeit Liefertreue in größeren Mengen und gleichbleibender Qualität garantieren können.

Sie streben den Verkauf ihrer Produkte auch in Luxemburg an, suchen dort noch Kooperationspartner. Und selbst in das Mutterland der Pâté, nach Frankreich, wollen sich die Schwestern mit ihren neuen Produkten trauen. Die Zeit dafür sei reif. Auch für eine ganz besondere Idee, die ihren eigenen familiären Wurzeln gerecht werden soll. So wird 2020 eine Saarland-Pâté auf den Markt kommen. Mit welchen Zutaten, verraten Annette Jacob und Ulrike Roth noch nicht. Doch in einem besteht schon jetzt Klarheit: Sie wissen auch bei diesem Produkt längst genau, was sie wollen.

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