Regionaler Leitartikel Ohne Einzelhandel sterben die Städte

Meinung | Saarbrücken · Mit dem moralisch erhobenen Öko-Zeigefinger durch die Städte zu laufen, ist fehl am Platz. Wichtig ist, die Innenstädte lebendig zu halten – auch mit dem Shopping-Erlebnis.

Beim Handel zählt nicht nur die Öko-Bilanz. Genauso wichtig ist, die Innenstädte lebendig zu halten – auch mit dem Shopping-Erlebnis.

Beim Handel zählt nicht nur die Öko-Bilanz. Genauso wichtig ist, die Innenstädte lebendig zu halten – auch mit dem Shopping-Erlebnis.

Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Es ist eine steile These, dass der Online-Handel umweltfreundlicher sein soll als die Geschäfte vor Ort, wie Saar-Forscher herausfanden. Wenn man die gesamte Öko-Bilanz beider Vertriebsformen als Grundlage nimmt, ist das womöglich der Fall, weil neben dem energieintensiven Betreiben der Geschäfte auch die Einkaufsfahrten der Konsumenten einfließt. Subjektiv sehen die Verbraucher den Einzelhandel hingegen ökologisch vorn – angesichts der zahlreichen Paket-Lieferfahrten und der mit Verpackungsmüll vollgestopften Papiertonnen. Der stationäre Handel war zudem nicht untätig. Im Saarland hat er sich mit dem Umweltpakt Saar seit mehr als 20 Jahren dazu verpflichtet, die ökologischen Belastungen zu minimieren.