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ÖPNV-Rettungsschirm im Saarland verlängert

Unterstützung in der Corona-Pandemie : ÖPNV-Rettungsschirm im Saarland verlängert

Um dem ÖPNV in der Corona-Krise unter die Arme zu greifen, hat der saarländsiche Ministerrat neue Hilfen auf den Weg gebracht.

Der saarländische Ministerrat hat am Dienstag (13. Juli) ein weiteres Mal die Verlängerung des ÖPNV-Rettungsschirms bis Ende des Jahres 2021 beschlossen, um den negativen Effekten der Corona-Pandemie für den saarländischen ÖPNV langfristig entgegenwirken zu können. Das hat das saarländische Verkehrsministerium mitgeteilt.

Bereits zu Beginn des Jahres hatte das Saarland den Rettungsschirm verlängert, um so die Aufgabenträger im saarländischen ÖPNV beim Ausgleich der durch den anhaltenden Rückgang der Fahrgastzahlen entstandenen Mindereinnahmen zu unterstützen. Zwar habe man im Saarland durch erfolgreiche Maßnahmen der Kundenbindung, etwa Kulanzregelungen bei den Abonnenten, geringere Rückgänge hinnehmen müssen, als in vielen anderen Bundesländern, so Verkehrsministerin Anke Rehlinger. Angesichts weiterer Lockdowns halte der Fahrgastrückgang auch in diesem Jahr an. „Wir brauchen aber auch nach der Pandemie einen funktionierenden ÖPNV. Er ist nicht nur Teil der Daseinsvorsorge, sondern auch ein wesentlicher Pfeiler der Verkehrswende und spielt eine entscheidende Rolle, damit wir unsere Klimaschutzziele erreichen können. Mit der Verlängerung des ÖPNV-Rettungsschirmes helfen wir den Aufgabenträgern und somit auch den Verkehrsunternehmen durch die Krise.“

Um die Mindereinnahmen im ÖPNV auch in 2021 abfedern zu können, erhöht der Bund erneut die Regionalisierungsmittel um bis zu 1 Milliarde Euro. Der vorläufige Anteil für das Saarland beträgt 7,7 Millionen Euro.

Auch das bereits seit August 2020 bestehende Förderprogramm für Verstärkerfahrten im Schülerverkehr wird nach Angaben des Ministeriums bis zu den Weihnachtsferien 2021 verlängert. In Abhängigkeit von der Entwicklung der Pandemie leiste das Land weiter einen Ausgleich für die Mehrkosten, die den ÖPNV-Aufgabenträgern und Schulträgern für die Bestellung zusätzlicher Busse entstehen. Im Saarland kommen für die Verstärkerfahrten Busse aus der Reisebusbranche zum Einsatz, die ebenfalls während der Pandemie starke Einbußen hinnehmen musste.