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Nobilia mit mehr Umsatz trotz Corona - Produktion in Saarlouis läuft an

Probebetrieb im Werk in Saarlouis : Nobilia verkauft mehr Küchenmöbel im Inland

Der Küchenhersteller ist vergleichsweise gut durch das erste Corona-Jahr gekommen. Im Saarlouiser Werk ist der Probetrieb angelaufen.

Küchenmöbelhersteller Nobilia hat das Geschäft in Deutschland im Jahr 2020 deutlich ausbauen können. In den Jahren vor der Corona-Krise war das Exportgeschäft noch der Treiber für neue Geschäfte. Das habe sich im vergangenen Jahr gewandelt, teilte das Unternehmen am Freitag in Verl mit. Insgesamt legte der Umsatz demnach um 82 Millionen (plus 6,4 Prozent) auf 1,37 Milliarden Euro zu. Den größten Zuwachs verzeichnete das Familienunternehmen, dessen Werk in Saarlouis nach eigenen Angaben kurz vor der Inbetriebnahme steht, mit 9,9 Prozent in Deutschland. Der Wert stieg um 64,2 Millionen auf 710 Millionen Euro.

Beim Verkauf der Produkte ins Ausland stieg der Umsatz um 2,8 Prozent beziehungsweise um 17,8 Millionen auf 658,9 Millionen Euro. Zum Gewinn äußert sich das Familienunternehmen aus Ostwestfalen traditionell nicht. Die Zahl der Mitarbeiter legte um 207 auf 3945 zu.

Beim Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2021 hält sich Nobilia zurück und verweist auf die „Unwägbarkeiten der Pandemie“ in den kommenden Monaten. „Vieles wird vom Zeitpunkt der Wiedereröffnung des Möbelhandels in den einzelnen Ländern abhängen“, teilte der Marktführer in Deutschland mit. Das Unternehmen hoffe auf eine erfolgreiche Impf- und erweiterte Teststrategie, damit sich das Geschäft normalisiere.

Für das Werk in Saarlouis, wo Nobilia schrittweise bis zu 1000 Arbeitsplätzen schaffen will, sind die Bauarbeiten nach Konzernangaben nun abgeschlossen. „Derzeit läuft noch der Probetrieb, aber wir gehen davon aus, dass wir im Laufe der kommenden Wochen die ersten Küchen in Saarlouis produzieren können“, sagte Geschäftsführer Lars Bopf. Den Termin für die offizielle Eröffnung will das Unternehmen ebenfalls zeitnah verkünden. Das sei in erster Linie von der Entwicklung der Corona-Pandemie abhängig, sagte Bopf.