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Neuer Metall-Tarif im Saarland: Übernahme des Pilotabschlusses aus NRW

Nach zähen Verhandlungen : Metall-Tarifpartner übernehmen NRW-Pilotabschluss

Einigung in der Metall- und Elektroindustrie: Statt vier Prozent mehr Lohn gibt es eine Corona-Prämie und einmal jährlich Transformationsgeld für die Beschäftigten. Nach dem Abschluss zeigen sich beide Seiten zufrieden.

IG Metall und Arbeitgeber haben sich auf die Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Mitte geeinigt. Das teilten beide Parteien am Mittwoch mit. Damit sind die wochenlangen Verhandlungen über die Tariflöhne für die 380 000 Beschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland beendet.

Der Kompromiss sieht eine Entgelterhöhung vor, die aus einer Corona-Prämie von 500 Euro und einem Transformationsbeitrag von 2,3 Prozent besteht. Letzterer wird einmal pro Jahr ausgezahlt – zum ersten Mal im Februar 2022 in Höhe von 18,4 Prozent und ab Februar 2023 in Höhe von 27,6 Prozent eines Monatsentgelts. Das Geld kann auch zur Beschäftigungssicherung eingesetzt werden. Der neue Tarifvertrag gilt bis zum 30. September 2022.

Beide Parteien zeigten sich nach dem Abschluss zufrieden. „Trotz Pandemie haben die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Mitte eindrucksvoll gezeigt, dass sie für ihre Interessen streiten können“, sagte der Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger. Der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar), Oswald Bubel, bezeichnet den Tarifvertrag als Beleg für eine funktionierende Sozialpartnerschaft und eine Stärkung des Flächentarifvertrags.