Neubau des Bildungszentrums der Handwerkskammer in Saarbrücken

Kostenpflichtiger Inhalt: Gewinner des Architekturwettbewerbs stehen fest : Saar-Handwerkskammer beschließt Fahrplan für neues Bildungszentrum

Die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) hat am heutigen Mittwoch (18. Dezember) ihren Fahrplan für den geplanten Neubau ihres Bildungszentrums in Alt-Saarbrücken vorgestellt. In einem Architekturwettbewerb wurden die besten Entwürfe ausgewählt.

Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt, HWK-Präsident Bernd Wegner (beide CDU) und HWK-Hauptgeschäftsführer Arnd Klein-Zirbes stellten die Ergebnisse vor. Dabei überzeugte ein Entwurf besonders.

„Die Jury traf die finalen Entscheidungen einstimmig. Der Siegerentwurf des Architekturbüros ‚Gerber Architekten GmbH’ aus Dortmund hat sehr deutlich überzeugt“, sagte Wegner. „Diese Deutlichkeit kommt auch darin zum Ausdruck, dass kein zweiter Preis, sondern zwei dritte Preise vergeben wurden.“ Die beiden Büros „Hepp + Zenner Ingenieurgesellschaft für Objekt- und Stadtplanung mbH“ aus Saarbrücken und „AV1 Architekten GmbH“ aus Kaiserslautern teilen sich den dritten Platz.

Anfang 2020 sollen laut HWK Verhandlungen mit den drei Preisträgern beginnen. Nach der Auftragsvergabe würden dann konkrete Pläne ausgearbeitet, so die Kammer. Diese sollen dann im Sommer 2020 bei der Baubehörde eingereicht werden.

Der Pingusson Bau (l.) und die Zentrale der saarländischen Handwerkskammer (r.) in Alt-Saarbrücken. Das neue Bildungszentrum soll auf der freien Parkfläche zwischen beiden Gebäuden entstehen. Foto: Google Maps

Oberbürgermeister Conradt sieht in der Erweiterung großes Potenzial für die Entwicklung des Stadtteils. „Die Modernisierung der HWK-Bildungsstätte wird Alt-Saarbrücken als Bildungsstandort weiter aufwerten, aber auch den Wirtschaftsstandort Saarbrücken stärken“, sagte er. „Wir brauchen gut ausgebildeten Nachwuchs in der Stadt. Das digitale Zeitalter betrifft auch den Handwerksbereich. Junge Menschen müssen in ihrer Ausbildung von Anfang an die Chance erhalten, sich im Wettbewerb behaupten zu können“, so Conradt. „Und das funktioniert am besten mithilfe einer modernen, zeitgemäßen Ausstattung und entsprechenden Rahmenbedingungen.“

Der Planung des Neubaus waren einige Querelen vorangegangen. Denn das Gebäude soll in unmittelbarer Nähe zum Pingusson-Bau entstehen, über dessen möglichen Abriss seit Jahren diskutiert wird. Ursprünglich war geplant, die ehemalige französische Botschaft zu erhalten. Der Entwurf der HWK nahm – etwa bei Design und Geschosshöhe – Rücksicht auf das Denkmal. „Bei einem Abriss hätten wir ganz anders bauen können“, sagte HWK-Präsident Wegner damals. Bauminister Klaus Bouillon (CDU) brachte dann aber doch den Abriss ins Spiel – und argumentierte mit ausufernden Sanierungskosten. Ob der Pingusson-Bau nun wirklich erhalten bleibt, ist weiterhin unklar.