Ministerpräsident Hans will alles für Erhalt von Jobs in Saar-Industrie tun

Personalräte-Empfang der CDU-Landtagsfraktion : Ministerpräsident Hans glaubt weiter an Verbrenner

Das klimapolitische Ziel, möglichst viel Kohlendioxid einzusparen, darf nicht zu Lasten der Industrie gehen. Vor allem im Saarland „sind wir auf eine zukunftsfähige Autoindustrie und unsere leistungsfähige Stahlindustrie angewiesen, und um deren Erhalt werden wir zu kämpfen wissen“.

Das bekräftigte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) auf dem Betriebs- und Personalräte-Empfang der CDU-Landtagsfraktion in Saarbrücken. „Wenn Autos künftig in anderen Regionen gebaut werden und wir auch den Stahl aus dem Ausland importieren, ist klimapolitisch nichts gewonnen.“ Auch der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Funk, und Marc Speicher, Chef der Arbeitnehmergruppe in der Fraktion, betonten, „dass wir alles für den Erhalt der Zehntausenden von Arbeitsplätzen in der saarländischen Industrie tun werden“.

Hans kritisierte die einseitige Ausrichtung auf Elektroautos. Auch klassische Verbrenner hätten weiterhin eine gute Zukunft. „Vor allem müssen wir die Autos bauen, die die Leute auch kaufen wollen und die sie sich leisten können.“

Mit dem Nikolaus-Warken-Preis für besonderes Engagement in der Betriebs- und Personalratsarbeit wurde dieses Jahr der Betriebsrat der Ford-Werke Saarlouis um ihren Chef Markus Thal ausgezeichnet. Er habe es geschafft, den sozialverträglichen Abbau von 1600 Arbeitsplätzen beim Saarlouiser Autobauer ohne soziale Verwerfungen zu meistern, sagte Speicher, der auch Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmerorganisation CDA im Land ist. Zudem sei die Verleihung des Preises ein Signal, dass die Arbeitnehmer-Vertreter beim Kampf für den Erhalt des Werks über das Jahr 2024 hinaus „von uns tatkräftig unterstützt werden“. Der Bergmann Nikolaus Warken war der erste große Arbeiterführer an der Saar. In diesem Jahr ist sein 100. Todestag.