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Lichtschranke von Qbing aus Friedrichsthal soll im Kampf gegen Corona helfen

Kostenpflichtiger Inhalt: Digitaler Türsteher : Start-up aus Friedrichsthal entwickelt Corona-Lichtschranke

Eine kleine Box mit Lichtschranke soll ein zuverlässiger Türsteher werden und auf einfache Weise verhindern, dass sich zu viele Menschen in einem Raum aufhalten.

„Das ist Corona-Zeiten eine wichtige Voraussetzung, um überhaupt ein Geschäft oder Restaurant betreiben zu können“, sagt Christian Schwindling. Er ist geschäftsführender Gesellschafter des Friedrichsthaler Start-up-Unternehmens Qbing Industrial Solutions (QIS), das diese Box entwickelt hat. „Unser Corona-Personenzähler kontrolliert, wie viele Personen Räume oder Gebäude betreten oder verlassen und hilft dabei, Zugangsbeschränkungen umzusetzen“, sagt er.  „Die Bewachung der Ein- und Ausgänge durch Mitarbeiter oder Sicherheitsleute fällt weg.“

Der erste Kunde könnte die Saarbrücker Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) sein, aus der das Unternehmen entstanden ist. „Auch die Hochschulen müssen künftig den Einlass in Vorlesungs- und Seminarräume kontrollieren“, sagt Schwindling. Wenn sich der elektronische Türsteher bewährt, soll er bei der HTW übernommen werden.  Die Lichtschranke kann mit jeder Schließ-Vorrichtung – wie zum Beispiel einer Schiebetür – kombiniert werden. Die Tür bleibt von außen verschlossen, „wenn sich die vorher festgelegte Höchst-Anzahl von Personen im Raum befindet“, so der Firmenchef. „Gewöhnlich tut es aber auch ein Bildschirm mit Stop- und Go-Symbolen oder eine Ampel, die bei vollem Raum auf Rot springt und auf Grün wechselt, wenn jemand rausgeht.“

Das Unternehmen QIS entstand aus einer Forschungsgruppe, die vor zehn Jahren von dem HTW-Produktions- und Logistik-Experten Professor Steffen Hütter ins Leben gerufen worden war. Ein Industrie-Projekt von QIS ist beispielsweise die optimale Lagerhaltung in einer Fabrik. Hierbei erkennen „intelligente“ Regale, welche Waren ihnen entnommen oder welche zugepackt werden. Sie melden automatisch, wenn der Bestand zur Neige geht. Dies geschieht normalerweise mit Hilfe der RFID-Funktechnologie, die diese Art der Vorratskontrolle ermöglicht. „Der Warenein- und -ausgang kann aber auch mit einer Lichtschranke kontrolliert werden“, sagt Schwindling. „Diese Technik setzen wir jetzt bei der Einlasskontrolle ein.“