Kuhn-Theis plädiert bei Sylvain Waserman für vereinfachte Umsetzung der Entsenderichtlinie

Entsenderichtlinie : Waserman soll bei Lockerung im Entsenderecht helfen

()  Der Vize-Präsident der französischen Nationalversammlung, Sylvain Waserman, war gestern zu Gast beim Europa-Ausschuss des Interregionalen Parlamentarierrates (IPR) in Otzenhausen. Neben der Umsetzung des Aachener Vertrags zwischen Deutschland und Frankreich ging es auch um die Entsenderichtlinie, die Betrieben in Grenzregionen erhebliche Probleme bereitet.

Zurzeit müssen saarländische Unternehmen, deren Mitarbeiter einen Auftrag in Lothringen wahrnehmen, das betroffene Personal zwei Wochen vorher bei einer französischen Behörde anmelden. Zugleich müssen die Mitarbeiter auf der Dienstfahrt zahlreiche Unterlagen wie Lohnabrechnungen und Arbeitsvertrag mit sich führen, um sie im Fall einer Kontrolle vorlegen zu können. Ziel ist es, ein mögliches Lohndumping zwischen den EU-Ländern zu vermeiden.

IPR-Ausschussvorsitzende Helma Kuhn-Theis (CDU) plädierte gestern beim Gast aus Frankreich für eine entschärfte Umsetzung des Entsenderechts. „Gemeinsam müssen sich beide Länder dafür einsetzen, diese Hürden abzubauen“, sagte sie. Von Waserman erhoffe sie sich, dass er als „Botschafter der saarländischen Unternehmen“ für den Abbau der bürokratischen Hürden in der Zusammenarbeit mit Frankreich in seinem Heimatland werben werde.