Kreissparkasse St. Wendel will ertragsstark bleiben

Kreditinstitut für den Kreis St. Wendel : Kreissparkasse bleibt ertragsstark

Die Kreissparkasse St. Wendel will in Zukunft noch intensiver als bisher auf den Vertrieb setzen, um trotz niedriger Zinsen ertragsstark zu bleiben. Das betonte Vorstandschef Dirk Hoffmann am Freitag bei der Präsentation der Bilanz 2018. Erste Erfolge wurden schon erreicht.

So ist der Überschuss bei den Provisionen, die bei der Vermittlung von Produkten der Verbundpartner fällig werden, um 14,1 Prozent auf 9,7 Millionen Euro angestiegen. Das sind in erster Linie Bausparverträge, Versicherungen, Wertpapiere, aber auch Maklerprovisionen bei Immobiliengeschäften.

Trotz magerer Zinsen stocken die Kunden ihre Ersparnisse noch weiter auf. So wuchsen deren Einlagen um zwei Prozent auf 971 Millionen Euro. „Gefragt waren vor allem flexible und liquide Geldanlagen“, sagte Vorstand Marc Klein – so zum Beispiel Tagesgeld.

Doch auch bei den Krediten tat sich einiges. Die Geldsumme, die an Unternehmen und Selbstständige ausgeliehen ist, stieg um 1,8 Prozent auf 345 Millionen Euro. Bei den Privatkunden verharrte der Kreditbestand „auf konstant hohem Niveau bei 381 Millionen Euro“, sagte Hoffmann. An neuen Krediten wurden 137 Millionen Euro zugesagt, „ein leichter Rückgang gegenüber 2017“, so Klein. Wegen der nach wie vor niedrigen Zinsen hat der Zinsüberschuss Federn gelassen. Er sank um 4,7 Prozent auf 22,5 Millionen Euro. Da im vergangenen Jahr kaum faule Kredite platzten, konnten 2,7 Millionen Euro, die für solche Fälle zurückgelegt worden waren, für die Stärkung des Eigenkapitals zur Verfügung gestellt werden. Dorthin floss auch das Jahresergebnis von 1,9 Millionen Euro. Das Eigenkapital stieg von 102,6 auf 107,4 Millionen Euro. Die Bilanzsumme wuchs um 1,1 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro. Die Sparkasse beschäftigt mehr als 290 Mitarbeiter und betreibt 15 Filialen. Deren Zahl soll gleich bleiben.

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