Kartellamt: Dillinger Hütte muss trotz Preisabsprache keine Strafe zahlen

Kronzeugenregelung : Keine Strafe für Dillinger Hütte trotz Preisabsprachen

Die Dillinger Hütte muss laut Bundeskartellamt trotz unrechtmäßiger Preisabsprachen keine Strafe zahlen. Die Behörde hatte verschiedenen deutschen Stahlunternehmen vorgeworfen, sich zwischen 2002 und 2016 illegal über Preise von sogenannten Quartoblechen ausgetauscht zu haben.

An diesen Absprachen sei auch die Dillinger Hütte beteiligt gewesen, so das Kartellamt. Sie habe aber „als erstes Unternehmen mit dem Bundeskartellamt kooperiert und hierfür einen vollständigen Erlass der Geldbuße erhalten“. Gegen die Stahlhersteller Thyssenkrupp, Voestalpine und Ilsenburgger Grobblech und „drei verantwortliche Personen“ wurden dagegen Bußgelder von insgesamt 646 Millionen Euro verhängt.