Insolvenzverwalter Abel jetzt am Ruder bei Gusswerke Saarbrücken

Kostenpflichtiger Inhalt: Autozulieferer in der Krise : Insolvenzverwalter führt jetzt Regie bei den Gusswerken Saarbrücken

Die Gusswerke Saarbrücken sind jetzt in einem regulären Insolvenzverfahren. Jetzt geht es um eine tragfähige „Zukunfts-Story“ für das schwer angeschlagene Unternehmen.

Die bisherige Geschäftsführung gibt bei den insolventen Gusswerken Saarbrücken nicht mehr den Ton an. Die Eigenverwaltung ist beendet. Der St. Ingberter Rechtsanwalt Franz Abel wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, wie das Amtsgericht Saarbrücken bekanntgab. Während der Eigenverwaltung führte er nur die Aufsicht, jetzt im regulären Insolvenzverfahren hat er den vollen Durchgriff auf alle Entscheidungen im Unternehmen.

Es gehe nun darum, eine langfristig tragfähiges Konzept zum Überleben des Unternehmens zu entwickeln. „Wir müssen eine Zukunfts-Story schreiben“, sagt Abel. „Das ist nicht einfach, und die Zeit ist knapp.“ Am 20. September war Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt worden, und nur für drei Monate bekommen die Beschäftigten Insolvenzgeld. Die Löhne für August waren schon nicht bezahlt worden. „Ich habe nicht die Absicht, die Gusswerke Saarbrücken abzuschließen“, also dichtzumachen, bekräftigt Abel das Ziel, den Standort zu erhalten. Rund 1000 Arbeitsplätze sind bedroht.

Der Betrieb läuft zurzeit wieder und soll auch weiter laufen, wie Abel bekräftigt. In den vergangenen zwei Wochen hatte die Produktion wegen Materialmangels zwei Mal stillgestanden.