Einigung Zuschläge für Nachtarbeit in Metallbranche

Frankfurt · Die IG Metall hat sich mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland auf neue Nachtarbeitszuschläge geeinigt.

Das teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit. Ab Juli sollen sich die Zuschläge demnach für die Zeit zwischen 0 Uhr und 4 Uhr in drei Schritten um insgesamt zehn Prozentpunkte auf einen Zuschlag von bis zu 35 Prozent auf das Bruttostundenentgelt erhöhen. Die Tarifvertragsparteien haben zudem vereinbart, dass Zuschläge auch in Zeit statt in Geld abgegolten werden können. Das trage den gesundheitlichen Belastungen der Nachtarbeit besser Rechnung.

„Mit der neuen Regelung erzielt die IG Metall endlich Rechtssicherheit für ihre Mitglieder, die in der Nacht arbeiten müssen. Die Erhöhung der Zuschläge bedeutet zudem deutlich mehr Geld für die Beschäftigten in der Nacht“, sagte Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte. Ein Sprecher des Arbeitgeberverbands ME Saar sagte: „Wir freuen uns, dass wir mit der IG Metall ein Verhandlungsergebnis erzielen konnten, das eine Rechtsunsicherheit beseitigt.“

Die Neuregelung war der Gewerkschaft zufolge notwendig geworden, nachdem das Bundesarbeitsgericht die Unterscheidung zwischen regelmäßiger und unregelmäßiger Nachtarbeit für unrechtmäßig erklärt hatte.

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