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Horst Herrmann stellt als Sparkassen-Chef Bilanz der KSK Saarlouis vor

Bilanz 2019 Kreissparkasse Saarlouis : Kreissparkasse Saarlouis rechnet mit weniger Ertrag

Das Coronavirus wird auch Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Bankenlandschaft haben und mache zudem derzeit weitere Prognosen über die Entwicklung der Wirtschaft schwierig. Das gesamte Ausmaß sei derzeit noch „völlig unvorhersehbar“, sagte am Montag der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Saarlouis Horst Herrmann.

Das Geldinstitut ist die zweitgrößte Sparkasse im Saarland und nach eigenen Angaben mit rund 50 Prozent Marktanteil Marktführer im Landkreis Saarlouis.

Doch auch ohne Corona habe sich die Kreissparkasse für das laufende Jahr auf eine „insgesamt rückläufige Ertragsentwicklung für 2020“ eingestellt. Wie gravierend sich die nun auswirken wird, darüber wollten Herrmann und seine Vorstandskollegen Stephan Eisenbarth und Stefan Klein nicht spekulieren.

Das Geschäftsjahr 2019 sei jedoch gut gelaufen. „Ein starkes gewerbliches Kreditgeschäft, gute Zahlen in der Immobilienvermittlung und im Wohnungsbau sowie ein konstantes Jahresergebnis auf stabil hohem Niveau“, fasste der Vorstand zusammen. „Es wird weiter investiert, gekauft, renoviert und gebaut“, so Herrmann. Die drei Vorstände sprachen von einer „positiven Bilanz“.

So ist laut Herrmann das Kreditgeschäft um 1,6 Prozent auf rund 2,9 Milliarden Euro gestiegen. Die Kundeneinlagen legten demnach um 5,1 Prozent auf ebenfalls etwa 2,9 Milliarden  Euro zu. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf insgesamt rund vier Milliarden Euro.

Die Bank sieht sich trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes gut vorbereitet auf die Zukunft. Mit Kern- und Gesamteigenkapitalquoten von 17,35 und 19,07 Prozent „verfügt die Sparkasse nach wie vor über eine gute Eigenkapitalbasis“, betonte Herrmann.

Ein wichtiges Thema ist für die Kreissparkasse die Digitalisierung mit hohen Zuwächsen im Geschäft.  So sind mittlerweile rund 173 000 Konten für das Online-Banking freigeschaltet, 11,5 Millionen Transaktionen wurden 2019 online durchgeführt, und bei 40 000 Konten werden Auszüge, Mitteilungen und Vertragsdokumente über ein elektronisches Postfach zugestellt.

Die Digitalisierung hatte bisher keine größeren Auswirkungen auf die Personalentwicklung. So hatte die Kreissparkasse Saarlouis im vergangenen Jahr insgesamt 727 Beschäftigte (2018 noch 730), davon 252 (254) Teilzeitkräfte. Und die Zahl der Auszubildenden ist mit 41 auf konstantem Niveau geblieben.

www.ksk-saarlouis.de