1. Saarland
  2. Saar-Wirtschaft

Handelsverband setzt auf Vernunft und Einhaltung der Hygieneregeln

Einkaufen am Wochenende : Saar-Einzelhandel rechnet nach Öffnung mit starkem Samstag

Zum ersten Mal seit vielen Wochen kommt an diesem Wochenende wieder mehr Leben in die Innenstädte und Geschäfte.

Die Einzelhändler im Saarland rechnen am ersten verkaufsoffenen Samstag nach der erzwungenen Corona-Pause mit viel Betrieb in den Innenstädten. „Es ist das erste Wochenende auf dem Weg in die Normalität“, sagt Fabian Schulz, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Saarland, zur Saarbrücker Zeitung. Er appelliert eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, sich innerhalb und vor den Geschäften an die Hygiene- und Abstandregeln zu halten. Davon hänge sehr viel ab. „Wenn wir einen dritten Lockdown bekämen, wäre das für die Einzelhändler und das Erscheinungsbild der Innenstädte das Todesurteil“, warnt Schulz.

Die Einzelhändler hofften auf ein gutes Umsatz-Wochenende, man sei aber noch weit von der Normalität entfernt. So fehlten an diesem Samstag die französischen Kunden und die gesamte Gastronomie. „An einen Kaffee in der City nach der Shopping-Tour ist nicht zu denken“, erinnert Schulz. Auch warnt er vor überzogenen Erwartungen. Man könne in den Geschäften jetzt nicht mit Sonderaktionen und Preisnachlässen rechnen, vielleicht noch bei bisher nicht verkaufter Winterware. Allen Kunden müsse klar sein, dass es für jeden Einzelhändler im Augenblick erst einmal um nichts anderes als das Überleben geht. Zumal in vielen Fällen auch die versprochenen finanziellen Hilfeleistungen des Staates noch nicht angekommen seien.

„Wir erwarten für Samstag keinen Ansturm, rechnen aber damit, dass die saarländischen Einzelhändler Umsätze machen werden und es für sie ein gutes Wochenende wird“, prognostiziert Schulz, der mit 50 bis 60 Prozent des sonst an Samstagen üblichen Kundenaufkommens rechnet. „Viele werden auch einfach mal die Gelegenheit nutzen um zu sehen wer überhaupt geöffnet hat.“ Eins steht für Schulz jedoch jetzt schon fest: „Die Leute wollen wieder einkaufen gehen.“

Die Einhaltung der Hygienemaßmahmen stelle für die Einzelhändler selbst kein Problem dar. „Was notwendig ist, das ist auch bereits eingeübt und vorhanden. Das Ganze ist deshalb auch eine beherrschbare Aufgabe“, sagt Schulz, der gleichzeitig darauf hofft, dass möglichst bald auch die französischen Besucher wieder kommen dürfen. Zugleich freut sich der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes noch aus einem anderen Grund über den Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes (OVG), der die Komplett-Öffnung der Geschäfte erst ermöglicht hat. Dadurch sei auch ein Shopping-Tourismus nach Rheinland-Pfalz vermieden worden.