Globus erklärt Projekt Fridel-Markt in Saarbrücken für gescheitert

Pilot-Projekt ist gescheitert : Globus beendet Experiment des Fridel-Markts

Globus schließt seinen Kleinflächenmarkt Fridel in Saarbrücken. Damit ist das Experiment, das im Jahr 2015 an den Start ging, gescheitert.

Es sollte ein neues Konzept sein, eine Kombination von Einkauf und Restaurant: „Fridel - Markt und Restaurant“ in der Saarbrücker Halbergstraße war ein Modellprojekt der St. Wendeler Globus-Gruppe, bei der eine „Einkaufsstätte mit einem besonderen Sortiment“ mit einem Mittags-Restaurant gekoppelt war. Strategisch positioniert neben der Cosmos-Versicherung war das Ziel, den schnellen Mittags-Imbiss mit dem Einkauf zu verknüpfen. Dafür gab es ein ausgewähltes Warenangebot, das auch im Vorfeld online geordert werden und dann abgeholt werden konnte.

Jetzt erklärt die Globus-Gruppe das Experiment, das im Frühjahr 2015 an den Start ging, für gescheitert. Der Einkaufsbereich habe sich zwar erfreulich entwickelt, sagt Fridel-Marktleiter Sebastian Fischer, der Erfolg des gastronomischen Betriebs sei dagegen ausgeblieben. „Leider“, wie Fischer betont.

Die Globus-Gruppe hatte sich bei der Verkündung der Jahreszahlen immer wieder zurückhaltend gegeben, was das Konzept der Fridel-Märkte anging. Immer wieder betonte Johannes Scupin, bei Globus für die SB-Warenhäuser zuständig, das Fridel-Konzept müsse noch weiterentwickelt werden. Konzern-Chef Thomas Bruch bezeichnete den Markt gar als eine Art Forschungsabteilung des Konzerns. Doch obwohl die Kombination von Einkauf und Essen zunehmend in Kaufhäusern Einzug hält, will Globus zumindest dieses Format auf Basis eines Kleinflächenkonzepts nicht mehr weiterführen.

Fridel-Chef Fischer sieht trotzdem wichtige Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt, die „nun in die Weiterentwicklung unserer Unternehmensstrategie“ einfließen sollen und die Basis für „mögliche weitere Formate“ bilden könnten.

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