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Bilanz
Gewinn der Dillinger Hütte sinkt um mehr als ein Drittel

FOTO: Dillinger Hütte
Dillingen. Angesichts einer abgekühlten Weltkonjunktur und bestehender Stahl-Überkapazitäten rechnet der Grobblechhersteller Dillinger Hüttenwerke im laufenden Geschäftsjahr mit einem leicht rückläufigen Absatz und Konzernumsatz. dpa

Die Herausforderungen auf dem Markt blieben „gewichtig und unsere Prognosen für 2019 bei Dillinger sind verhalten“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Dillinger, Tim Hartmann, am Dienstag in Dillingen.


Das Ergebnis der Dillinger Gruppe, zu der die Dillinger Hüttenwerke zählen, sei 2018 hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das konsolidierte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe mit 55 Millionen Euro um 32 Millionen unter dem Vorjahresergebnis gelegen. Der konsolidierte Umsatz sei aber um 3,7 Prozent auf 2,202 Milliarden Euro gestiegen.

Die Nachfrage in wichtigen Abnehmersegmenten – wie dem Großrohrmarkt oder die Offshore-Windkraft - sei in 2018 rückläufig gewesen, sagte Hartmann. Teils sei das Minus durch mehr Absatz an Normalblechen kompensiert worden. Das Vorjahresniveau bei den Produktions- und Versandmengen konnte 2018 jedoch nicht erreicht werden. Um neue Wachstumspotenziale zu erschließen, solle der begonnene „gemeinsame Strategieprozess für Dillinger und Saarstahl“ fortgesetzt werden, sagte Hartmann. Die Dillinger Hütte und Saarstahl kooperieren eng unter dem Dach der Stahl-Holding-Saar SHS.



Am Standort Dillingen waren Ende 2018 gut 4900 Mitarbeiter beschäftigt. Diese arbeiteten bei Dillinger selbst, bei der
Zentralkokerei Saar GmbH sowie bei der Rogesa Roheisengesellschaft Saar mbH. Die Gruppe zählt insgesamt 7310 Mitarbeiter.