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Geschäftsführer von Eberspächer, Heinrich Baumann, gestorben

Trauer um Familien-Unternehmer : Eberspächer-Chef Heinrich Baumann ist tot

Trauer bei Eberspächer. Der geschäftsführende Gesellschafter Heinrich Baumann ist gestorben. Eine wichtige Herausforderung für ihn war die Sanierung des Werks in Neunkirchen.

Heinrich Baumann, Mitinhaber und Geschäftsführer des Autozulieferers Eberspächer, ist am Freitag vergangener Woche gestorben. Dies teilte das Esslinger Unternehmen am Dienstagabend mit. Der 54-jährige Ur-Ur-Enkel des Firmengründers erlitt bei einer Bergwanderung in den Tegernseer Alpen einen plötzlichen Herztod. Er hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.

2004 war der Elektrotechnik-Ingenieur in die Leitung des schwäbischen Familienunternehmens eingestiegen. Er führte es gemeinsam mit dem ebenfalls geschäftsführenden Gesellschafter Martin Peters.

Das Unternehmen hat weltweit rund 10 000 Mitarbeiter an 80 Standorten. Einer davon ist Neunkirchen mit rund 1000 Mitarbeitern. In den vergangenen Jahren hatte sich Baumann viel mit der Sanierung des saarländischen Abgastechnik-Werks befasst. Er und sein Geschäftsführer-Kollege Peters hatten zwei Umbau- und Kostensenkungsprogramme auf den Weg gebracht, um das defizitäre Werk wieder profitabel zu machen. Zwar gingen rund 700 Arbeitsplätze verloren - „sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen“, aber 2019 sei das Werk nach vielen Jahren mit Verlusten „in die schwarzen Zahlen gerutscht“, hatte Heinrich Baumann im Mai der SZ gesagt. Die 1000 Arbeitsplätze in Neunkirchen waren für ihn eine Zielgröße, die langfristig Bestand haben sollte, möglichst auch während der Corona-Krise.