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Ford und VW arbeiten zusammen - Kritik von Luksic

Verträge zur Kooperation unterzeichnet : Ford und VW arbeiten bei Elektroautos zusammen

Ford will in Köln ab 2023 Autos nach dem E-Antriebskasten von VW bauen. Die saarländische FDP sorgt sich deshalb um den Standort in Saarlouis.

Volkswagen ist wie angekündigt milliardenschwer bei der Ford-Tochter Argo AI eingestiegen. Die beiden Autoriesen wollen damit bei der Entwicklung der Technik für autonomes Fahren Kosten teilen. Zudem unterzeichneten die Partner laut Mitteilung vom Mittwoch ihre Verträge zur Zusammenarbeit bei Elektroautos und leichten Nutzfahrzeugen. Ford konstruiert demnach den nächsten mittelgroßen Pickup Amarok, den die VW-Tochter VW Nutzfahrzeuge (VWN) ab 2022 bauen will. Außerdem sind ab 2021 ein gemeinsamer Stadtlieferwagen und später ein gemeinsamer Transporter im Ein-Tonnen-Ladesegment geplant.

Ford will zudem ab 2023 ein eigenes E-Fahrzeug für den europäischen Markt auf Basis des Modularen E-Antriebskasten (MEB) von VW anbieten. Das Fahrzeug soll in Köln entworfen und konstruiert werden. Der saarländische FDP-Chef und verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Oliver Luksic, kritisierte das. Komme der Baukasten nur nach Köln, stelle das eine weitere Produktion im Saarland nach 2024 akut in Frage. „Die Landesregierung muss sich dringend dafür einsetzen, dass Ford den modularen Baukasten in Saarlouis installiert.“

FDP-Politiker Oliver Luksic fordert die saarländische Landesregierung auf, sich für den saarländischen Ford-Standort einzusetzen. Foto: Bundestag/Andreas Schlichter/ Bundestag

Die Kooperation von VW und Ford sei aufgrund der politischen Rahmenbedingungen notwendig,werde aber zum Jobabbau führen. Denn der geplante modulare Baukasten brauche viel weniger Mitarbeiter, so Luksic. „Die Bundesregierung hat sich spätestens mit dem Konjunkturpaket vom Verbrennungsmotor verabschiedet, das ist für das Saarland und seine vielen Arbeitsplätze im Fahrzeugbau kastrophal.“