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Ford plant in Saarlouis Kurzarbeit bis Jahresende

Keine Schließtage im Mai

Ford plant in Saarlouis bis Jahresende mit Kurzarbeit

FOTO: dpa / Oliver Berg

Im Werk des Autoherstellers Ford in Saarlouis sind ab Juni bis Jahresende jeden Monat Kurzarbeitstage in Form von ganzen Schließtagen vorgesehen. Das geht aus einer Mitteilung des Betriebsrats an die Belegschaft hervor.

Für Mai wurden keine Schließtage vereinbart, dafür sind laut Betriebsratsvorsitzender Markus Thal rund 20 Prozent weniger Mitarbeiter im Einsatz. In zwei Schichten produzieren sie rund 930 Pkw am Tag. Vor der Corona-Krise war Thal zufolge eine Tagesrate von 1160 geplant. „Zurzeit leben wir noch von Aufträgen von vor Corona“, sagt der Betriebsratschef. Er hofft, dass es bald wieder weitergeht. Die Entwicklung sei jedoch offen und werde von Monat zu Monat entschieden.

Nach knapp sechs Wochen Stillstand hat Ford am 4. Mai die Produktion zunächst im Ein-Schicht-Betrieb wieder aufgenommen. Während das Kölner Werk vorerst bei einer Schicht bleibt, wird in Saarlouis seit dieser Woche wieder im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet.

Für die rund 5000 Beschäftigten in Saarlouis gelten Thal zufolge strenge Schutzmaßnahmen. Bevor den Mitarbeitern Zugang zum Werk gewährt wird, würde etwa Fieber gemessen, außerdem müssten Mitarbeiter gegebenenfalls Fragen zu ihrer Gesundheit beantworten. Neben Abstandsregeln, Maskenpflicht und versetzten Pausen müssten Werkzeuge regelmäßig desinfiziert werden.