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Firmen im Saarland leiden immer stärker an Folgen der Corona-Pandemie

Krise spitzt sich zu : Die Pandemie geht Saar-Betrieben an die Substanz

96 Prozent der Unternehmen im Saarland spüren die Folgen der Corona-Krise. Das geht aus einer Umfrage der saarländischen Industrie- und Handelskammer (IHK) hervor. Demnach klagen zwei Drittel der Betriebe über einen Rückgang der Nachfrage, rund die Hälfte über stornierte Aufträge.

Bei 22 Prozent der Saar-Firmen sei die Produktion gänzlich zum Erliegen gekommen. Fünf Prozent befürchten die Insolvenz – in Branchen wie dem Hotel- und Gastgewerbe oder bei den Reisebüros sind es zwei Drittel der befragten Betriebe.

Ein weiteres Drittel der Unternehmen hat nach eigenen Angaben mit fehlenden Waren oder Zulieferprodukten zu kämpfen, 21 Prozent mit logistischen Engpässen. Bei 18 Prozent der Betriebe fehlen Mitarbeiter, weil sie erkrankt, in freiwilliger Quarantäne oder im Homeoffice sind.

Angesichts dieser Zahlen fordert IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen „rasch eine belastbare Strategie für einen Ausstieg aus dem Shutdown. Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit, um sich auf die neuen Verhältnisse vorbereiten zu können.“

Nur neun Prozent der saarländischen Firmen arbeiten indes wieder auf Vorkrisenniveau. 17 Prozent erwarten eine Rückkehr zur Normalität erst im dritten Quartal, weitere zwölf Prozent im vierten. Ein Viertel rechnet damit, dass das Vorkrisenniveau erst 2021 wieder erreicht wird. Zwei Prozent der Unternehmen erwarten sogar einen mehrere Jahre andauernden Aufholprozess.