Fiat-Chrysler bestellt bei ZF Achtgang-Getriebe in Milliardenvolumen

Milliarden-Bestellung : Weiterer Großauftrag für ZF im Saarland

Ein Milliardenauftrag von Fiat-Chrysler sichert ZF-Jobs über Jahre. Die Landesregierung wertet dies als positives Signal.

Hochstimmung bei ZF in Saarbrücken. Nur drei Monate nach dem Rekordauftrag von BMW hat der Friedrichshafener Autozulieferer eine weitere Großbestellung an Land gezogen. Fiat-Chrysler hat ZF mit der Lieferung der neuen, vierten Generation des Achtgang-Automatikgetriebes beauftragt. Nach Angaben von ZF ist es der zweitgrößte Auftrag des Unternehmens für dieses Getriebe – im Umfang fast so groß wie der von BMW, sagte Vorstandschef Wolf-Henning Scheider. Die BMW-Bestellung, die ZF Anfang April bekanntgab, hat ein zweistelliges Milliardenvolumen. „Für die Beschäftigung ist das ein wichtiger Meilenstein. Das sichert den Standort in gewissem Maße ab“, sagte Stephan von Schuckmann, Leiter der Division Pkw-Antriebstechnik. Im Saarland hat ZF rund 9000 Mitarbeiter. ZF-Betriebsrat Michael Scholl sieht in der Großbestellung einen wichtigen Beitrag, „die Produktion in Saarbrücken für die nächsten zehn Jahre abzusichern“. Schuckmann rechnet damit, in den nächsten Monaten den Abschluss weiterer Großaufträge verkünden zu können.

2022 geht die vierte Generation des Achtgang-Automatik-Getriebes zuerst im Saarland in Serie. Danach soll es auch an anderen Standorten, darunter in den USA und China, produziert werden. Ein großer Anteil der Getriebe ist für Autos mit Hybridantrieb vorgesehen, die Elektro- und Verbrennungsmotor kombinieren. ZF sieht in der Hybridtechnik einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Elektrifizierung der Mobilität.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) werten den neuen Großauftrag als positives Signal für den Wirtschaftsstandort Saarland. „Auch das Auto der Zukunft wird saarländische Gene haben“, sagte Hans.

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