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DGB vermutet Wirtschaftslage im Saarland als Grund für viele Austritte.

DGB : DGB verliert besonders im Saarland Mitglieder

Der DGB Rheinland-Pfalz/Saarland hat im vergangenen Jahr rund 399 200 Mitglieder gezählt – das waren 1,3 Prozent weniger als noch 2018. Den acht im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zusammengeschlossenen Einzelgewerkschaften hatten von 2016 bis 2018 noch jeweils mehr als 400 000 Mitglieder angehört, wie DGB-Sprecher Nils Dettki der Deutschen Presse-Agentur in Mainz sagte.

Der Rückgang im Saarland habe von 2016 auf 2019 bei 2,4 Prozent auf rund 130 300 gelegen und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. In Rheinland-Pfalz betrug der Rückgang im selben Zeitraum dagegen nur 0,55 Prozent auf 268  900. Bundesweit wurden 0,67 Prozent weniger Mitglieder gezählt, insgesamt waren es rund 5,9 Millionen.

Als Grund für den überdurchschnittlich hohen Rückgang der Mitgliederzahl im Saarland vermutet der DGB die wirtschaftliche Lage in dem kleinsten Flächenland. „Während der Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtzahl der Mitglieder in Rheinland-Pfalz um 4,51 Prozent gesunken ist, hat er sich im Saarland um 34,88 Prozent erhöht – und ist mit Abstand der höchste Wert aller Bundesländer“, sagte Dettki zum Vergleich 2018/2019.

Anders sieht die Entwicklung bei den Auszubildenden aus, die der Deutsche Gewerkschaftsbund in den Betrieben für sich gewinnen kann. Der Zuwachs an Auszubildenden mit einen Plus von 7,7 Prozent sei in keinem anderen DGB-Bezirk so stark gewesen wie in Rheinland-Pfalz/Saar. Besonders deutlich sei auch das Plus bei weiblichen Auszubildenden mit 14,7 Prozent.