Deutsche Bank gewinnt mehr Saar-Unternehmer als Kunden.

Deutsche Bank im Saarland erfolgreich : Deutsche Bank legt im Saarland zu

Trotz eines schwierigen Marktumfeldes durch Niedrigzinsen, weltweite Handelskonflikte und den Brexit wächst die Deutsche Bank an der Saar weiter und hat im Geschäftsjahr 2018 neue Kunden hinzugewonnen – vor allem Geschäftsleute.

Demnach kamen 250 Geschäftskunden hinzu auf aktuell 4000, und 150 Firmenkunden auf jetzt 2000. Insgesamt betreut die Bank mit 15 Filialen im Gebiet Saarland/Pfalz und 250 Mitarbeitern rund 151 000 Kunden, davon 26 000 in Saarbrücken.

Einer der Gründe für das gestiegene Interesse der Geschäftsleute sei, dass die Bank keine Negativzinsen für große Einlagen an ihre Kunden weitergibt, sagten gestern im Jahrespressegespräch die Sprecherin der regionalen Geschäftsleitung, Tanja Simon, und Stephan Diehl als Leiter für das Firmenkundengeschäft. Zudem werde die Erfahrung der Bank im weltweiten Handel und Exportgeschäft geschätzt, was gerade stark exportorientierten mittelständischen Saar-Unternehmen zugute komme. Die Bank betreut in der Region eine Mischung aus Großkonzernen, Handwerksbetrieben, Gründern und Vertretern freier Berufe. Privatkunden setzten mangels attraktiver Zinsen häufiger auf einen Konsumentenkredit, etwa zur Wohnungsrenovierung. Oder man kauft eine Immobilie. „Wir könnten hier noch mehr Kredite gewähren, aber es fehlt in Saarbrücken und einigen anderen Teilen des Saarlandes an geeigneten Flächen für den Wohnungsbau“, bedauert Alexander Weber, zuständig für das Privatkundengeschäft. Das Kreditvolumen der Bank erreichte im Marktgebiet zwei Milliarden Euro, davon 465 Millionen Euro in Saarbrücken. Tanja Simon, die auch den Bereich Wealth Management verantwortet, berichtete, dass immer häufiger für besonders vermögende Kunden die Gründung oder Pflege einer Stiftung eine große Rolle spielt. „Das Stiftungsgeschäft ist bei uns sehr ausgeprägt und wächst noch weiter“, betonte Simon. So stieg im Geschäftsjahr 2018 alleine das Volumen der verwalteten Kundengelder im Wealth Management um 22 Prozent auf 714 Millionen Euro. Insgesamt erreichte das Geschäftsvolumen der Bank als Summe aus Krediten, Einlagen und Depotvolumen im Marktgebiet Saarland/Pfalz 6,6 Milliarden Euro, in Saarbrücken 1,5 Milliarden Euro. Letzteres bedeutet einen Anstieg um 1,5 Milliarden Euro. Das Einlagenvolumen betrug in der Region 2,5 Milliarden Euro, davon im Stadtgebiet Saarbrücken 688 Millionen Euro.

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