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Corona-Medikament: Pollival-Nasenspray aus dem Saarland ausverkauft

Heuschnupfen-Spray mit Wirkstoff Azelastin : Ausverkauft - Riesen-Nachfrage nach möglichem Corona-Mittel aus dem Saarland

Das saarländische Mittel Pollival könnte eine Corona-Infektion stoppen. Das wollen Forscher in einer Studie zeigen. Viele Saarländer wollten offenbar am Dienstag nicht auf das Ergebnis warten.

Die Nachricht über eine mögliche Wirkung des Heuschnupfen-Sprays der Saarbrücker Firma Ursapharm gegen eine Corona-Infektion hat offenbar zu einem Run auf das Medikament geführt. Das Mittel war gestern beim Großhandel nicht mehr lieferbar, wie mehrere Apotheken der Saarbrücker Zeitung berichteten. Am Morgen hatte es, wie zu erfahren war, bereits eine Rege Nachfrage in saarländischen Apotheken gegeben. Kunden mussten abgewiesen werden.

Auslöser war offenbar ein Bericht unserer Zeitung. Danach wollen die Forscher von Ursapharm jetzt in einer klinischen Studie in Köln zeigen, dass das seit Jahren zugelassene Nasenspray Pollival, das zur Behandlung von allergischem Heuschnupfen angewendet wird, auch Wirkung gegen das Coronavirus zeigt. Das Mittel, das nicht verschreibungspflichtig ist, enthält den Wirkstoff Azelastin, der zu den sogenannten Antihistaminika gehört. Die Forscher halten es nach Ergebnissen im Reagenzglas für möglich, dass das Spray wegen seiner Wirkung gegen Sars-Cov2-Viren nicht nur den Verlauf einer Infektion mildern, sondern die Infektion über die Nase sogar verhindern kann.

Die befragten Apotheker wiesen gestern darauf hin, dass auch andere Heuschnupfen-Sprays den fraglichen Wirkstoff enthalten, bei denen es keine Lieferschwierigkeiten gebe. Die Nachfrage richtete sich aber explizit auf Pollival.