1. Saarland
  2. Saar-Wirtschaft

Corona-Maßnahmen: Saar-Unternehmer warnen vor Lockdown als Dauerlösung

Corona-Maßnahmen : Saar-Unternehmer warnen vor Lockdown als Dauerlösung

Lange wird die Wirtschaft den Lockdown nicht mehr durchhalten. Davon ist die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände überzeugt. Ihr Präsident Oswald Bubel verlangt deshalb von der Politik Öffnungsschritte nach klar definierten Kriterien, die mit den europäischen Nachbarn abgestimmt sind.

Die Unternehmen im Saarland warnen davor, den Corona-Lockdown immer wieder zu verlängern, bis ein Großteil der Bevölkerung gegen das Virus geimpft ist. „Die Unternehmen sind längst in einer existenziellen Notlage“, sagt der Präsident der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU), Oswald Bubel. „Wir brauchen jetzt ein Vorgehen, das eine wirtschaftliche Aktivität trotz Corona ermöglicht.“ Nötig sei eine Langfriststrategie für den Umgang mit dem Virus, die ein gesundheitspolitisches Konzept umfasst, das parallel zur Impfkampagne auf einen Dreiklang aus Testen, Nachverfolgen und wirksamer Quarantäne setzt.

Mit jeder Woche des Lockdowns stiegen die Schäden für die Wirtschaft, warnt Bubel. Zahlreiche Unternehmen im Land stünden vor dem Ruin. Und es steige die Gefahr, dass die Innenstädte dauerhaften Schaden nehmen, weil Ladeninhaber und Gastronomen aufgeben müssen.

Auch die Industrie, die bisher den zweiten Lockdown vergleichsweise glimpflich durchlaufen habe, droht laut Bubel nun mit in den Abgrund gezogen zu werden. Denn Produkte, die nicht verkauft werden können, würden auch nicht mehr hergestellt.

Der VSU-Chef fordert deshalb einen Planungshorizont für die Unternehmen und nach klar definierten Kriterien Öffnungsschritte für die Wirtschaft. Funktionierende Absatzmärkte und Lieferketten müssten dabei im Vordergrund stehen und die Maßnahmen mit den europäischen Nachbarn abgestimmt werden. „Es reicht nicht aus, wenn wir hier im Alleingang eine Corona-Strategie auf den Weg bringen. Es muss vielmehr gelingen, die Pandemieeindämmung europaweit erfolgreich voranzutreiben. Als Grenzregion wissen wir, dass ein Virus vor der Landesgrenze nicht halt macht“, findet Bubel.