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Corona-Lockerungen im Saarland für Handel und Dienstleister ab 1. März

Neue Corona-Verordnung : Wo das Saarland ab morgen lockert

Das Saarland lockert zum 1. März – allerdings unter strengen Auflagen. Dabei gibt es auch Überraschungen. Was ab morgen nun gilt:

Nachdem sich die rheinland-pfälzische Landesregierung auf Lockerungen bereits ab dem 1. März für Handel und Dienstleister verständigt hat, hat das Saarland nachgezogen. Entsprechende Änderungen, die sich am Nachbarn orientieren, wurden in die neue Corona-Verordnung eingearbeitet, die am Donnerstag (25. Februar) vom saarländischen Ministerrat verabschiedet wurde und ab diesem Montag gilt. Die neue Verordnung ist zunächst sieben Tage gültig.

Saar-Wirtschaftministerin Anke Rehlinger (SPD) hatte am Dienstag ein Öffnungsszenario ähnlich wie in Rheinland-Pfalz ins Spiel gebracht. Nun sollen ab Montag nicht nur (wie bundesweit vereinbart) Friseure, sondern auch andere „körpernahe Dienstleistungen“, etwa Fuß-, Hand- sowie Nagel- und Kosmetik-Studios, öffnen. Dies gilt auch für Außenbereiche von Gärtnereien, Gartenbaubetrieben, Gartenmärkten und ähnlichen Einrichtungen, soweit sich der Verkauf auf das für den Gartenbau oder Pflanzenverkauf typische Angebot beschränkt.

Aber manche Erwartungen hat das Saar-Kabinett bei der Überarbeitung des Regelwerks nicht erfüllt: So bleiben Musikschulen und (bis auf Härtefälle) auch Fahrschulen anders als etwa in Rheinland-Pfalz geschlossen. Einzelhändler dürfen nach vorheriger Terminvergabe zudem Kunden einzeln oder mit Angehörigen des eigenen Haus­standes in ihre Räume lassen, um beispielsweise Kleidung anzuprobieren.

„Es ist nicht die Zeit für großangelegte Öffnungen, aber wir waren uns einig, dass es an der Zeit ist, erste kleinere Erleichterungen zu wagen“, teilte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mit. Es sei aber weiterhin „größte Vorsicht“ geboten. „Wir dürfen es nicht riskieren, dass die Zahlen wieder in gefährliche Höhen ansteigen und wir damit die Fortschritte der letzten Wochen und Monate zunichte machen.“ Maßnahmen müssten weiter eingehalten werden.

Rehlinger erklärte: „Es ist höchste Zeit, dass wir eine Perspektive für den Einzelhandel schaffen.“ Nun werde ein erster Schritt gemacht. „Unser Ziel muss es sein, den Dauer-Lockdown verantwortlich aufzulösen.“ Die Teststrategie sei dabei „ein wichtiges Instrument, um insbesondere die Mutation des Virus auch in den Grenzregionen im Griff zu behalten“.

Unter den entsprechenden Hygienemaßnahmen und Einhaltung der vorgegebenen Abstandsregeln dürfen folgende Bereiche ab Montag wieder öffnen:

  • Körpernahe Dienstleistungen, die hygienischen und pflegerischen Zwecken dienen, insbesondere Friseurdienstleistungen sowie die nichtmedizinische Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege unter Beachtung der geltenden Hygienemaßnahmen.
  • Außenbereiche von Gärtnereien, Gartenbaubetrieben, Gartenmärkten und ähnlichen Einrichtungen, soweit sich der Verkauf auf das für den Gartenbau oder Pflanzenverkauf typische Angebot beschränkt.
  • Ladengeschäfte des Einzelhandels oder Ladenlokale, deren Betreten zur Entgegennahme einer Dienst- oder Werkleistung erforderlich ist, wenn nach vorheriger Vereinbarung Einzeltermine vergeben werden (Termin-Shopping), bei denen höchstens einem Kunden/Kundin sowie einer weiteren Person aus dessen/deren Hausstand zeitgleich Zutritt gewährt wird (1 zu 1) und weitere Hygienemaßnahmen berücksichtigt werden.

Alle anderen Corona-Regeln bleiben in Kraft. Nicht zuletzt die Kontaktregel, wonach man sich nur mit seinem Hausstand mit maximal einer weiteren Person maximal zu fünft treffen darf.