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Corona-Krise: Reisebranche im Saarland erneuert Forderung nach Hilfen

Demonstration in Saarbrücken : Saarländische Reisebranche fordert erneut staatliche Corona-Hilfen

Reiseveranstalter aus dem ganzen Saarland haben sich am Mittwoch zum dritten Mal in Saarbrücken getroffen, um für mehr Unterstützung in der Corona-Krise zu demonstrieren.

An die 100 Vertreter der Branche machten ihren Unmut auf dem Tbilisser Platz vor dem Staatstheater Luft.

Auch wenn sein Betrieb wieder öffnen dürfe, habe er im Juni nur drei Prozent des Umsatzes vom Vorjahresmonat erwirtschaftet, sagte Jörg Franzen, Kundenberater bei Reise Franzen in Überherrn. „Das ist eine Krise, bei der klar ist, dass wir das nicht allein schaffen.“ Ohne weitere Unterstützung stünden viele Veranstalteter noch in diesem Monat vor der Pleite, erklärte Franzen.

Wegen der hohen Auslagen der Branche sei klar, „dass 25 000 Euro Soforthilfe nicht ausreichen“, sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Mit dem Konjunkturpaket des Bundes und den Mitteln aus dem Nachtragshaushalt des Landes sei aber „genug Geld da, die Ausfälle der Branche notfalls bis Ende des Jahres zu kompensieren“. Allerdings müsse noch geklärt werden, ob diese Hilfen auch in der geplanten Form ausgezahlt werden dürfen. „Darüber verhandelt der Bund gerade mit der EU“, sagte Rehlinger. Zudem versprach sie weitere Erleichterungen beim Kreditprogramm des Landes.