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Commerzbank Saarbrücken rät Kunden zu Geldanlagen statt Niedrigzinsen

Commerzbank Saarbrücken betreut mehr Kunden : Commerzbank setzt auf Gründer

Die Commerzbank-Niederlassung Saarbrücken profitiert verstärkt von einer „regen Gründerszene im Saarland mit vielseitigen Geschäftsideen“. Niederlassungsleiter David Schüler, verantwortlich für das Geschäft mit Privat- und Unternehmenskunden im Saarland und der Pfalz, verweist auf Studiengänge der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) sowie der Saar-Uni, in denen frühzeitig unternehmerisches Denken vermittelt werde.

In der Folge seien zunehmend junge Absolventen bereit, sich unternehmerisch zu betätigen. Die Commerzbank biete neben einer Beratung zu Finanzierungsfragen sowie der detaillierten Beurteilung der jeweiligen Geschäftsidee auch ein Gründerportal an.

An Privatkunden appelliert Schüler, in Zeiten niedriger Zinsen und einer steigenden Inflation mehr Vermögen anzulegen, damit ihnen kein Geld verloren geht. „Alleine bei uns liegen über eine Milliarde Euro praktisch unverzinst auf Konten. Die Menschen verschenken Geld“, sagt Schüler. Die Commerzbank Niederlassung Saarbrücken mit ihren 200 Mitarbeitern und 17 Filialen, davon fünf im Saarland, betreut 148 300 Privatkunden. Im Geschäftsjahr 2018 sind 2200 neu hinzugekommen. Ein Zugpferd sei das kostenlose Girokonto. Vermittelt wurden Ratenkredite in Höhe von 36 Millionen Euro, und Immobilienfinanzierungen in Höhe von 892 Millionen Euro (plus drei Prozent). In Saarbrücken ist die Commerzbank auf der Suche nach einem neuen Standort. Dort soll es auch verlängerte Öffnungszeiten geben. Näheres soll Ende 2019 feststehen. Darüber hinaus sind keine weiteren Filialen an der Saar geplant.

Nach Ansicht von Volker Stuckmann, Leiter des Firmenkundengeschäfts für das Saarland und die Pfalz ab einer Größenordnung von 15 Millionen Euro, das organisatorisch zur Commerzbank-Niederlassung Mannheim gehört, könnten noch deutlich mehr Kredite an den Mittelstand vergeben werden. Als neue Leistung biete die Commerzbank Unternehmen einen „Pay per Use“ Kredit an. Dort erfolgt die Tilgungsbelastung nicht in festen Raten, sondern in Abhängigkeit der Nutzung der Maschine im Betrieb. An der Saar und in der Pfalz betreut Stuckmann derzeit 400 Firmenkunden. Im Geschäftsjahr 2018 sind 30 neu hinzugekommen.