Brexit: Weit weniger Exporte aus dem Saarland nach Großbritannien

Exporte unter zwei Milliarden Euro gefallen : Brexit schwächt Saar-Außenhandel

Obwohl der Bre­xit erst bevorsteht, sind die Exporte aus dem Saarland nach Großbritannien in den vergangenen drei Jahren bereits um rund ein Drittel auf unter zwei Milliarden Euro gefallen. Das teilt die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK) mit.

„Sollte es zu einem ‚No-Deal-Brexit’ kommen, sind sogar noch massivere Einbrüche im Exportgeschäft zu erwarten“, sagt Hauptgeschäftsführer Heino Klingen.

Neben dem Fahrzeugbau, der mit rund 80 Prozent den größten Anteil der Ausfuhren ausmache, erhielten auch die Hersteller von Metallerzeugnissen und Stahlbauer weniger Aufträge, heißt es in der IHK-Mitteilung. Gründe dafür seien die gedämpfte Investitionsbereitschaft der britischen Wirtschaft und die Abwertung des Pfundes. Importe seien für britische Unternehmen damit teuer geworden.

Rund zwölf Prozent der Gesamtexporte aus dem Saarland gehen auf Großbritannien zurück. 2017 waren es laut IHK noch 18 Prozent. Großbritannien sei einst das wichtigste Zielland für Exporte des Saarlandes gewesen, habe diese Position aber 2017 an Frankreich verloren.

Eine Sonderseite zum Thema Brexit hat die IHK eingerichet:

www.saarland.ihk.de/p/Brexit-2195.html