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Bilanz der Sparkasse Saarbrücken im Corona-Jahr 2020

Jahresbilanz : Sparkasse Saarbrücken steht trotz Corona gut da

Die Sparkasse Saarbrücken als größte Sparkasse im Saarland hat das Corona-Jahr 2020 ohne Kreditausfälle aus Unternehmen überstanden. Vorstandschef Hans-Werner Sander verweist darauf, dass 52 Darlehen aus eigenen Mitteln in einer Gesamthöhe von 1,6 Millionen Euro vergeben wurden, um die Liquidität von Firmenkunden während Corona zu gewährleisten.

Zudem beanspruchten Unternehmen 192 Förderkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in einer Gesamthöhe von 47,3 Millionen Euro, die über die Sparkasse bereitgestellt wurden. Privathaushalten wurden 2649 Tilgungen gewährt.

Coronabedingte Kreditausfälle erwartet Sander erst in der zweiten Jahreshälfte 2021 oder 2022. Hierfür hatbe die Sparkasse ausreichend Risikovorsorge getroffen, die Mittel seien aufgestockt worden. Im Gegenzug weist die Bank einen verringerten Jahresüberschuss nach Steuern von 6,7 Millionen Euro aus (Vorjahr: acht Millonen Euro). Die Bilanzsumme stieg leicht auf 7,89 Milliarden Euro (plus 0,1 Prozent).

Wegen der Niedrigzinsen sehen offensichtlich immer mehr Menschen in einer Immobilie die richtige Anlage, um Vermögen zu bilden oder abzusichern. Sander spricht von einem Rekordniveau an Anträgen auf private Immobilien-Kredite. Das Kreditvolumen an Privatpersonen stieg um über 90 Millionen Euro (plus 5,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Hauptposten bleiben Immobilienfinanzierungen mit Krediten in der Höhe von 300 Millionen Euro. Der Wertpapierbestand erreichte 1,55 Milliarden Euro (plus 9,3 Prozent), die Kundeneinlagen stiegen um 430 Millionen Euro auf 5,64 Milliarden Euro an. Sander geht Ende Juli in den Ruhestand. Nachfolger wird Frank Saar. Die Sparkasse Saarbrücken unterhält 39 Filialen, 26 SB-Standorte und beschäftigt in den Filialen über 400 Mitarbeiter.