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Berufsakademie ASW stimmt für Kooperation mit HTW

Zukunft der dualen Ausbildung : Berufsakademie ASW bleibt saarländisch

Die Mitgliederversammlung der ASW Berufsakademie Saarland in Neunkirchen hat sich nahezu einstimmig für eine Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) ausgesprochen.

Das teilten ASW, HTW und die Staatskanzlei in einer gemeinsamen Erklärung mit. „Ich sehe in dieser Lösung eine Garantie für eine nachhaltige positive Entwicklung des dualen Studienmodells“, sagte ASW-Präsidentin Rosemarie Clarner.

Die ASW kämpft schon länger darum, die schrumpfende Zahl ihrer Studenten zu stabilisieren. Den Rückgang erklärte ASW-Präsidumsmitglied und IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen unter anderem mit der demografischen Entwicklung im Saarland. Die ASW suchte deshalb nach einem Partner. Zum Jahreswechsel stand eine mögliche Übernahme durch die in Essen angesiedelte private Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) im Raum. Das rief die Verfechter einer saarländischen Lösung für die Zukunft der ASW auf den Plan. Schließlich schlug HTW-Präsident Dieter Leonhard ein Kooperationsmodell vor. Die heutigen ASW-Studenten sollen demnach künftig an der HTW in angegliederten Studiengängen eingeschrieben sein. Leonhard hatte angekündigt, das Angebot dualer Studiengänge deutlich auszubauen, wenn die Kooperation zustandekomme.

Bei der dualen Ausbildung wechseln sich Theroriephasen an der Berufsakademie und Praxiszeiten in Betrieben ab. An der ASW studieren rund 500 Studenten. Sie wird von Firmen und Verbänden getragen. Im Wintersemester 2021/2022 sollen die ersten Studenten ihre Ausbildung nach dem neuen Kooperationsmodell beginnen.