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Automobil-Zulieferer Eberspächer in der Corona-Krise

Corona-Krise : Weitere Automobil-Zulieferer stoppen Produktion

Nachdem Zulieferer wie ZF und Bosch ihre Produktion wegen der Corona-Krise bereits komplett oder teilweise gestoppt haben, hat am Montag auch Eberspächer an allen deutschen Standorten die Kapazitäten auf ein Minimum reduziert.

„Dies erfolgt durch den Abbau von Arbeitszeitkonten, Urlaub sowie in der Folge Kurzarbeit“, teilte das schwäbische Familienunternehmen, das sich im Neunkircher Werk auf Abgasanlagen spezialisiert hat, mit. Die Maßnahmen gelten sowohl für die Produktionen als auch für administrative Bereiche. Auch an allen Standorten in Europa und den USA würden entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter sowie als Reaktion auf den stark zurückgegangenen Auftragseingang vorgenommen.

Auch bei der Alugießerei Nemak in Dillingen steht die Produktion seit Montag still. Das gelte bis auf weiteres, mindestens aber zwei Wochen. Weil die Werke der Kunden in Deutschland, Österreich, Ungarn, Italien und England bereits stehen, habe Nemak reagieren müssen, sagte Werksleiter Marc Speicher dem Saarländischen Rundfunk.

Im Saarbrücker ZF-Werk liegt die Produktion ebenfalls seit Montag auf Eis, zunächst sollte das Ausbildungszentrum jedoch offen bleiben. Ab Dienstag soll auch dort der Betrieb vorerst für zwei Wochen ruhen. „Die Schließung betrifft alle Ausbildungsjahrgänge. Die Ausbilder stellen sicher, dass die Auszubildenden während der Schließung über Hausaufgaben und digitale Lernplattformen weiterhin mit Lerninhalten versorgt werden“, sagte Standortleiter Alexander Wortberg.