„Eine Katastrophe“ für die Saar-Bauern Schließung des Zweibrücker Schlachthofs: Es besteht die Gefahr, dass „einige Bauern ganz aufgeben“

Saarbrücken/Zweibrücken · Das Aus des Zweibrücker Schlachthofs hat für das Saarland weitreichende Folgen. Auch weil das Schlachtvieh aus der Region nun vielfach längere Wege transportiert werden muss. In Perl macht bald ein neuer Schlachthof auf – doch der wird die Problematik nicht auffangen können.

Im Zweibrücker Schlachthof hat seinen Betrieb eingestellt. Für die Versorgung der Verbraucher im Saarland mit Fleisch aus der Region hat das weitreichende Folgen.

Im Zweibrücker Schlachthof hat seinen Betrieb eingestellt. Für die Versorgung der Verbraucher im Saarland mit Fleisch aus der Region hat das weitreichende Folgen.

Foto: Rainer Ulm

Die Schließung des Zweibrücker Schlachthofs Ende August hat weitreichende Folgen für die Versorgung der Verbraucher mit Fleisch aus der Region. Der badischen Firmengruppe Färber zufolge, zu der der Schlachthof gehört, fehlen Fachkräfte, um den Betrieb weiterhin aufrechtzuerhalten. „Für die Bauern im Südosten des Saarlandes ist das eine Katastrophe“ sagt Alexander Welsch, Hauptgeschäftsführer des Bauernverbands Saar. Viele von ihnen hätten ihre Schweine und Rinder in die Westpfalz gebracht, wo die Tiere bislang donnerstags und sonntags geschlachtet wurden. „Die Vermarktung von Fleisch, das von hier kommt, wird damit spürbar erschwert“, betont er. Es bestehe die Gefahr, „dass die Tiere künftig wesentlich weiter zum Schlachten transportiert werden müssen, was dem Tierwohl zuwider läuft – oder einige Bauern ganz aufgeben“. Auch Markus Strauß, Geschäftsführer der Saar-Fleischerinnung, „bedauert diese Entscheidung sehr“. Das sei erneut „ein schwerer Schlag für die regionalen Metzgerbetriebe, deren Zahl seit Jahren sinkt“.