1. Saarland
  2. Saar-Wirtschaft

Arbeitskammer des Saarlandes fordert höheren Mindestlohn

„Mindestlohn statt Armutslohn“ : Arbeitskammer stellt Forderungen an die Mindestlohnkommission

Die saarländische Arbeitskammer fordert – anlässlich des Treffens der neu berufenen Mindestlohnkommission am heutigen Dienstag – eine „armutsfeste“ Gestaltung des Mindestlohns.

„Das bedeutet, dass Vollzeitbeschäftigte mit Mindestlohn jetzt von ihrem Lohn leben können und auch im Alter nicht auf Grundsicherung angewiesen sind“, sagte Kammer-Vorstandsvorsitzender Jörg Caspar. Dazu müsse der Mindestlohn von aktuell 9,35 Euro auf wenigstens 13 Euro im Jahr 2024 steigen.

„Der Kardinalfehler bei der Einführung des Mindestlohns war, dass er von Beginn an viel zu niedrig angesetzt wurde“, so Caspars Einschätzung. „Steigt der Mindestlohn weiter wie bisher in Höhe der Tariflohnzuwächse, läge er im Jahr 2024 bei 10,12 Euro und würde erst im Jahr 2033 ein Niveau von rund zwölf Euro erreichen“, sagte Caspar. „Damit bliebe der Mindestlohn ein Armutslohn.“